Hoffnung trotz Ende der Frist: Japanische Geisel im Irak offenbar noch am Leben
- Japan will Forderungen der Extremisten nicht erfüllen
Der im Irak von Extremisten entführte Japaner Shosei Koda ist möglicherweise noch am Leben. Die japanische Regierung erklärte, bei einer zuvor gefundenen Leiche handle es sich nicht um den 24-Jährigen.
Nach dem Fund der Leiche hatte es am Vortag geheißen, diese ähnle dem Japaner, woraufhin über seine Ermordung spekuliert worden war. Die Extremisten-Organisation des Jordaniers Abu Musab al-Zarqawi hatte in einem Internet-Video damit gedroht, der von ihr festgehaltene Japaner werde binnen 48 Stunden enthauptet, sollte die japanische Regierung nicht ihre Soldaten aus dem Irak abziehen.
Die Regierung von Ministerpräsident Koizumi hatte erklärt, den Forderungen der Extremisten nicht nachkommen zu wollen. Die zum Wiederaufbau im Süden des Irak stationierten Japaner blieben dort. (apa)
