Israelische Militäraktion im Gazastreifen: Mindestens zehn Palästinenser getötet
- Achtjähriger von Soldaten tödlich in Hals getroffen
- Panzerfahrzeuge und Bulldozer besetzten Stadtviertel
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Regierung mehrheitlich für Vorschlag von Sharon
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Auch nach Israels Groß-offensive kämpferisch
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Palästinenser fordern inter-nationale Untersuchung
Bei einem israelischen Vorstoß in Khan Yunis im südlichen Gaza-Streifen sind am Montag mindestens zehn Palästinenser getötet worden. Nach palästinensischen Krankenhausangaben wurden mehr als 20 weitere Menschen verletzt. Die israelischen Truppen drangen in der Nacht mit zahlreichen Panzern in Begleitung von Kampfhubschraubern in die Ortschaft ein. Es kam zu heftigen Feuergefechten mit militanten Palästinensern. Dabei wurden nach Medienberichten zwei israelische Soldaten verletzt.
Am Montag erschossen Soldaten in Khan Yunis einen Achtjährigen und einen 18-Jährigen, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Der Achtjährige wurde demnach tödlich in den Hals getroffen, der Jugendliche in den Bauch. Die israelische Armee erklärte, der Angriff habe sich gegen bewaffnete Palästinenser gerichtet, die sich den israelischen Streitkräften genähert hätten.
Sharon mit Problemen in der Regierung
Das israelische Kabinett billigte am Sonntag einen umstrittenen Gesetzentwurf, der die Grundlage für die Räumung des Gaza-Streifens und mehrerer Siedlungen im Westjordanland legen soll. Das Gesetz über den Abzug aus dem Gaza-Streifen soll am Montag dem Parlament vorgelegt werden. Da Sharon wegen des Streits um seinen Plan seit Juni keine eigene Mehrheit in der Knesset mehr hat und ihm zudem ein Teil seiner eigenen Likud-Fraktion die Gefolgschaft verweigern will, ist er dabei auf die Unterstützung der Opposition angewiesen. Mit dem entscheidenden Votum wird für Dienstag gerechnet. Bereits im Vorfeld hatte Sharon seinen Ministern mit Entlassung gedroht, sollten sie in der Knesset gegen ihn votieren.
(apa)
