"Eine echte Beleidigung": Fischler-Aussagen sorgen für Aufregung bei FPÖ
- Scheuch: 'Für Klima der Koalition nicht gerade förderlich'
- Distanzierung der ÖVP oder Entschuldigung gefordert
In scharfen Worten wies FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch jüngste Interview-Aussagen von EU-Kommissar Franz Fischler zurück, in denen dieser Teile der FPÖ als dumm und gefährlich bezeichnet habe. Das sei "eine echte Beleidigung der Freiheitlichen Partei", erklärte Scheuch in einer Aussendung - und forderte eine "klare Distanzierung der ÖVP-Bundesspitze oder eine Entschuldigung von Franz Fischler". Solche Aussagen seien "für das Klima innerhalb der Koalition nicht gerade förderlich". "ÖVP-Parteichef Bundeskanzler Schüssel täte gut daran, seinen Kommissar hier in die Schranken zu weisen", so Scheuch.
Fischler hatte u.a. über die "Knittelfelder" gemeint: "Es ist viel einfacher: Die sind schlicht dumm. Dumm, aber nicht ungefährlich." Es sei "vollkommen inakzeptabel, wenn Fischler als Spitzenrepräsentant der ÖVP hier ein abfälliges und beleidigendes Pauschalurteil über hunderte freiheitliche Funktionäre fällt", empörte sich Scheuch.
"Kommissar Fischler hat ja schon während der letzten Jahre nie mit Kritik an der FPÖ gespart, aber seine jüngsten Aussagen sind eines aktiven EU-Kommissars und damit eines Vertreters Österreichs in der EU nicht würdig." Es sei "eine Sache, wenn sich einzelne Personen im politischen Alltag hin und wieder auf die Zehen steigen. Aber es ist vollkommen inakzeptabel, wenn Fischler als Spitzenrepräsentant der ÖVP hier ein abfälliges und beleidigendes Pauschalurteil über hunderte freiheitliche Funktionäre fällt". (apa/red)
