Großbrand in Linzer Selcherei: Mehrere Leichtverletzte, ursache noch unklar
- Gelände war während Brand weiträumig abgeriegelt
- Verdacht auf Austritt von giftigen Dämpfen nicht bestätigt
Ein Großbrand in einer Linzer Wurstfabrik hat Donnerstag am Vormittag mehrere Leichtverletzte gefordert. Das Feuer ist in der Selcherei, die sich in einem eigenen Gebäude befindet, aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Eine Gefährdung der Umwelt bestand nicht, rund 60 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt.
Das Feuer war kurz nach 10.00 Uhr auf dem Gelände des Verarbeitungsbetriebes "Landhof" ausgebrochen. Zunächst hatte es geheißen, es handle sich um den Schlachthof, der seinen Standort neben der Wurstfabrik hat. Die Mitarbeiter konnten das Gebäude zwar rechtzeitig verlassen, trotzdem mussten sechs Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettung und Polizei war im Einsatz. Die Feuerwehrmänner kämpften noch nach Nachmittag zum Teil mit schwerem Atemschutz gegen den Vollbrand. Giftige Dämpfe traten nicht aus, auch sei kein Ammoniak-Austritt zu befürchten gewesen, da sich die Kühlanlagen in einem anderen Haus befinden, berichtete die Feuerwehr.
Das Areal rund um den Brandort wurde am Vormittag abgeriegelt, eine Umleitung wurde eingerichtet, es sei aber nur zu geringfügigen Staus gekommen, teilte Christian Grufeneder von der Linzer Polizei mit.
Vor zehn Jahren hatte ein Großbrand im Linzer Schlachthof Teile von Betriebsanlagen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache war damals vermutlich ein technischer Defekt in einer elektrischen Anlage.
(apa/red)
