Donnerstag, 11. November 2004

Aufatmen nach dem Seilbahnunglück: Dreijähriger Viktoria geht es wieder gut

  • Heilungsverlauf bei 57-jähriger Großmutter "planmäßig"
  • PLUS: Die schrecklichen Bilder des Unglücks!

Jenem Mädchen, das bei einem Seilbahnunglück Mitte Oktober in Gmunden in Oberösterreich lebensgefährlich verletzt worden war, geht es wieder gut. Die Entlassung der dreijährigen Viktoria aus der Linzer Kinderklinik dürfte bald bevorstehen. Laut Auskunft eines Arztes wurde jetzt eine Kopfuntersuchung durchgeführt, nach Auswertung des Ergebnisses soll entschieden werden, wann das Mädchen das Krankenhaus verlassen kann.

Der Unfall hatte sich am 16. Oktober ereignet. Eine leere Gondel der Gründberg-Seilbahn in Gmunden sprang bei der Bergfahrt aus der Verankerung, rutschte rund 150 Meter zurück und prallte gegen den nachfolgenden Waggon, in die Dreijährige und ihre Oma saßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Mädchen aus einem Fenster acht Meter in die Tiefe geschleudert. Das Kind schlug auf einem Parkplatz auf und erlitt dabei einen offenen Schädelbruch mit Hirnblutung, eine Lungenquetschung sowie einen Leberriss, außerdem waren mehrere Rippen gebrochen. Die Dreijährige wurde zunächst ins Linzer Allgemeine Krankenhaus eingeliefert und nach ihrer Entlassung aus der Intensivstation vor rund zwei Wochen in die Landeskinderklinik überstellt.

Viktorias 57-jährige Großmutter wurde ebenfalls schwer verletzt, sie erlitt unter anderem Wirbelbrüche. Der Frau gehe es "den Umständen entsprechend gut", teilte Dozent Albert Kröpfl vom Linzer Unfallkrankenhaus am Donnerstag mit. Auf Grund ihrer schweren Verletzung, werde sie noch einige Zeit im Krankenhaus verbringen. Der Heilungsprozess verlaufe "planmäßig", so Kröpfl.

Knapp eine Woche nach dem Unglück lag ein erster Zwischenbericht des Sachverständigen vor. Demnach sei ein "Fehlzustand" bei der Befestigung der Gondel am Zugseil vorgelegen. Wer für den Unfall verantwortlich ist, könne nicht gesagt werden, erklärte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Wels am Donnerstag. Es müsse das endgültige Gutachten des Sachverständigen, das Mitte Dezember vorliegen soll, abgewartet werden. (apa/red)

11.11.2004 13:27