Mittwoch, 20. Oktober 2004

Unfälle durch Wildwechsel vermeiden: ARBÖ gibt Tipps, wie man richtig reagiert

  • Eine rasche aber sehr ruhige Reaktion ist gefragt
  • Ausweichmanöver sind oft riskanter als Zusammenstoß

Das wechselhafte Herbstwetter birgt neue Gefahren auf der Straße. Besonders in den Monaten September bis November steigt die Anzahl der Wildunfälle auf Österreichs Straßen. Umso mehr Vorsicht ist daher für alle Autofahrer geboten, denn im Vorjahr gab es 148 Wildunfälle.

Rasche, aber ruhige Reaktionen sind gefragt. Der ARBÖ gibt Tipps wie Sie beim Wildwechsel richtig reagieren:

Tipps
Auf wenig befahrenen Nebenstraßen ist besondere Vorsicht geboten.
Mit Wildwechsel ist vor allem bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten zu rechnen.
Überquert Rehwild bei Dämmerung oder Nacht die Straße, Abblendlicht einschalten und mehrmals kurz die Hupe betätigen. Dauerhupe und Fernlicht vermeiden. Fernlicht irritiert das Wild wodurch es einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt.
Das Fahrzeug nicht verreißen oder Haken schlagen.

Kleinen Tieren nicht ausweichen
Der ARBÖ warnt davor, dem Wild auszuweichen, wenn das Risiko besteht, gegen einem Baum zu prallen, im Straßengraben zu landen oder den Gegenverkehr zu gefährden. Als Faustregel gilt: Kleinen Tieren nicht ausweichen.
Wenn man merkt, dass ein Zusammenstoß mit dem Rotwild nicht mehr vermeidbar ist, sollte man das Lenkrad gut festhalten, damit das Fahrzeug beim Zusammenprall nicht von der Spur abkommt.

Was nach einem Wildunfall zu tun ist
Sollte ein Wildunfall nicht zu vermeiden sein, muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei bzw. Gendarmerie verständigt werden. Gemäße Paragraph 4, Absatz 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO) besteht bei einem Wildschaden Verständigungspflicht. Wer keine Meldung vornimmt begeht Fahrerflucht. Das tote Tier darf aber auch nicht mitgenommen werden. (red)

20.10.2004 11:39