Nicht-Skifahrer werden als zukünftiges Potenzial für den Wintertourismus entdeckt
- Österreich hat beste Voraussetzungen für Neueinsteiger
- Kleine Ski-Gebiete eignen sich für die Ski-Verweigerer

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für Wintersport-Aktivitäten
Viele Nicht-Skifahrer haben grundsätzlich Interesse am Wintersport. Österreich hat laut einer Studie des Fachverbands für Seilbahnen die besten Voraussetzungen, um diese Gruppe anzusprechen. Mit verschiedenen Aktionen und Angeboten sollen neue Gäste aus der Gruppe der Wintersport-Verweigerer gewonnen werden.
Viele Österreicher und Deutsche stehen mindestens einmal pro Jahr auf der Piste, um Wintersport zu betreiben. Neben diesen Wintersportfans gibt es aber auch eine große Zahl an "Nicht-Skifahrern". Das Mafo-Institut Manova hat im Auftrag des Fachverbandes der Seilbahnen und des Wirtschaftsministeriums die Skifahrer (aktive und ehemalige) sowie Nicht-Skifahrer in Österreich, Deutschland und den Niederlanden unter die Lupe genommen. Die detaillierte Analyse mit dem Titel "Zukunftssicherung Wintersport: Skifahrer, Aufhörer & Nicht-Skifahrer" basiert auf 800 Befragungen pro Herkunftsland.
Potenzial
Die Studie ortet bei den Nicht-Skifahrern ein beträchtliches Gäste-Potenzial. In Deutschland und den Niederlanden zeigen rund 15% der "Wintersport-Verweigerer" zumindest Interesse am Wintersport, in Österreich sind es beträchtlich weniger.
"In den ausländischen Kernmärkten Deutschland und Holland liegt bei den Nicht-Skifahrern großes Zukunftspotenzial für die heimischen Seilbahnen. Immerhin zeigen rund 10,5 Millionen Nicht-Skifahrer in diesen Ländern Interesse am Wintersport. Wir müssen stärker versuchen, dieses Gäste-Segment anzusprechen und für den Wintersport zu gewinnen", erklärte Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich bei einem gemeinsamen "Winterauftakt"-Pressegespräch mit ÖW und Ministerium.
Gute Voraussetzungen
Österreich besitze die besten Voraussetzungen, um die Gruppe der Nicht-Skifahrer anzusprechen. Laut Studie werde Österreich überwiegend als "gemütliche Skidestination" gesehen - gastfreundlich, unterhaltsam und sympathisch. Österreich gehe eindeutig als das Land hervor, wo man am besten Ski fahren kann. Darüber hinaus besitze Österreich im Vergleich zu Frankreich und der Schweiz ein sehr gutes Preisimage.
Angebotsgestaltung
Mit der Studie gibt der Fachverband der Seilbahnen den österreichischen Seilbahnunternehmungen Empfehlungen für die Angebotsgestaltung und die gezielte Ansprache neuer Gäste. Die am Wintersport interessierten Nicht-Skifahrer wünschen kundenorientierte Preisgestaltung, Ruhe, Erholung und flache Hänge. Zusätzlich seien Packages und Inklusivangebote von großer Bedeutung. Weil für Anfänger auch die Ausrüstungskosten eine große Rolle spielen, sollten Gesamtpackages mit Skipass, Nächtigung und Ausrüstung stärker beworben werden. Speziell für ältere Skifahrer seien solche Angebote von Interesse. In diesem Zusammenhang wird die Entwicklung von Gesundheitsprogrammen empfohlen.
Kooperation
Kleinere Skigebiete seien gut geeignet, den Anforderungen der Nicht-Skifahrer gerecht zu werden. Auf Grund von Unbekanntheit und geringem Werbebudget sollten kleinere Skigebiete im Marketing miteinander kooperieren, so die Marktstudie. Da Nicht-Skifahrer vor allem durch Bekannte und Freunde den nötigen Impuls zum Start einer Skikarriere bekämen, wird zu "Friends-get-Friends"-Programmen geraten. Damit könne man mit relativ einfachen Mitteln Leute zum Skisport bewegen.
Eine weitere wichtige Maßnahme wäre, das Thema "Geselligkeit" stärker in Werbung und Marketing zu positionieren. Die schon bei vielen Seilbahnen existierenden Angebote wie Single-Wochenenden seien gute Beispiele dafür.
(red)
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