Freitag, 22. Oktober 2004

Expressive Baukunst: Betonband am Donaukanal von Stararchitektin Zaha Hadid

  • Überbauung der Stadtbahnbögen in Wien-Alsergrund
  • Bau-Fertigstellung ist für Ende 2005 anberaumt

In Wien-Alsergrund trifft Architektur der Jahrhundertwende auf expressive Baukunst. Im Bereich der denkmalgeschützten Stadtbahnbögen von Otto Wagner zwischen Spittelauer Lände und Donaukanal entsteht derzeit ein ungewöhnliches Projekt: Drei schwebende Baukörper sollen sich "wie ein Band aus Beton" um und durch die Stadtbahnbögen schlängeln. Der Entwurf für das Wohnhaus stammt von Architektin Zaha Hadid. Die Fertigstellung soll Ende 2005 erfolgen.

Die international renommierte, aus dem Irak stammende Architektin hat als erste Frau der Welt den "Pritzker-Preis", der als "Nobelpreis der Architektur" angesehen wird, gewonnen. In Österreich ist Hadid vor allem durch den Neubau der Sprungschanze am Bergisel in Innsbruck bekannt geworden. Sie unterrichtet an der Wiener Universität für angewandte Kunst und betreibt ein Büro in London.

10 Mio. Euro-Projekt
Schon 1994 wurde sie mit der Planung des Bauwerks beauftragt. Im März wurde mit der Überbauung der ehemaligen Viadukte in der Spittelau begonnen. Ursprünglich war die Fertigstellung des 10 Mio. Euro teuren Projekts für Herbst kommenden Jahres geplant. Ab Ende 2005 soll sich der Appartementkomplex, der neben Eigentumswohnungen und geförderten Wohnungen, auch über Geschäfts- und Gastronomieflächen verfügt, dann über die Stadtbahnbögen erstrecken. Die denkmalgeschützten Stadtbahnbögen von Otto Wagner werden vollkommen in den Bau integriert.

Teure Wohnungen bereits vergeben!
Die teuersten Eigentumswohnungen sind bereits alle vergeben. Besonderes Zuckerl für die Besitzer einer solchen Unterkunft: Sie können je nach individuellen Vorlieben mitgestaltet werden. Auf Wunsch auch mit Hilfe der Baukünstlerin Zaha Hadid, hieß es. Geförderte Wohnungen sind laut SEG noch erhältlich.
(apa/red)


22.10.2004 12:51