Freitag, 22. Oktober 2004

In einem Hotel in Boston werden jetzt Augenscanner statt Schlüssel verwendet

  • Der Gast der Zukunft öffnet Hoteltüren mit seinen Augen
  • Sicherheitssystem schützt vor Datenschutz-Missbrauch

Das Technologieunternehmen LG hat ein System entwickelt, das den Zutritt in ein Hotelzimmer über einen Iris-Scann autorisiert. In dem Nine Zero Hotel in Boston sind die biometrischen Augenscanner bereits in Verwendung. Betritt der Gast sein Hotelzimmer zum ersten Mal, genügt ein schnelles Augenrollen in eine bei der Zimmertür angebrachte Kamera und ein digitales Bild der Iris wird gescannt.

Die Iris wird so zum ewigen Zimmerschlüssel. Ohne mit einem Hotelangestellten sprechen zu müssen, wird der Gast in Zukunft zu "seiner" Zimmertür gehen, wird seine Augen weit öffnen und schon öffnet sich die Tür.

Hotelschlüssel sind Vergangenheit
So etwas wie ein Hotelschlüssel gehört der Vergangenheit an. Reservierung und Zimmernummer bekommt man auf Wunsch elektronisch zugeschickt. Allerdings gilt dieses "eyecatching" System vorläufig nur für Angestellte, Lieferanten und VIP-Gäste, um ihnen den Zutritt zu bestimmten Zonen des Hotels zu erleichtern.

Mit Sicherheitssystem geschützt
Das Hotel hat sich gegen etwaigen Datenschutz-Missbrauch mit einem Sicherheitssystem geschützt. Das Originalfoto wird sofort nach dem Scan in einen Zahlencode verschlüsselt und dann gelöscht. Nur das Ergebnis bleibt erhalten. Eine Datei mit einer Kopie der Iris-Datei gibt es nicht. Das LG Iris Identifikationsprogramm im Nine Zero Hotel bedient sich derselben Technologie, die man in den neuen "Reiseregister" Pilotprogrammen am Reagan National, JFK und auf anderen Flughäfen benützt. (pte)

22.10.2004 09:45