Mittwoch, 20. Oktober 2004

Electronic Arts überzeugt mit Sport-Games: Gewinnausblick aber enttäuschend

  • Verkaufshits: Madden NFL, Sims 2 und Burnout 3
  • Stärkeres Wachstum des Spieleriesen gelingt in Europa

Electronic Arts (EA) hat dank eines reißenden Absatzes seiner Computer- und Konsolenspiele in seinem abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal (30. September 2004) einen Umsatz- und Ergebnissprung verzeichnet. "Madden NFL 2005" ging laut EA seit dem Launch im August dieses Jahres mehr als vier Mio. Mal über die Ladentische. "Die Sims 2" und "Burnout 3: Takedown" verkauften sich in den vergangenen drei Monaten allein in Europa mehr als eine Million Mal.

Dementsprechend legte der weltgrößte Spieleproduzent beim Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 716 Mio. Dollar zu. Der Gewinn konnte um 27 Prozent auf 97 Mio. Dollar gesteigert werden, teilte EA mit.

Laut CEO Larry Probst erlebt der Sportbereich EA Sports das beste Jahr seiner Geschichte. "Die Sims 2" wiederum überzeugten mit dem stärksten PC-Launch der Unternehmensgeschichte. Für das laufende dritte Quartal rechnet EA laut Probst damit, dass elf neue Veröffentlichungen Platinstatus erreichen, sich also mehr als eine Mio. Mal verkaufen. EA hat allerdings das untere Ende seiner Gewinn-Prognose herabgesetzt und rechnet nun mit einem Jahresüberschuss zwischen 1,9 und 2,1 Dollar pro Aktie. Wie das Wall Street Journal berichtet, fürchtet das Unternehmen, dass einige Veröffentlichungen sich verzögern könnten. Die Umsätze für das laufende Geschäftsjahr (31. März 2005) sollen sich zwischen 3,275 und 3,4 Mrd. Dollar bewegen.

Im wichtigen Weihnachtsgeschäft wolle Electronic Arts in Europa den Umsatz des Vorjahres zumindest halten, sagte der Leiter des Zentraleuropa-Geschäfts, Jens-Uwe Intat. "In Deutschland hoffen wir, noch eins draufsatteln zu können, zehn Prozent Wachstum sollten drin sein." Der europäische Markt verspreche auch künftig stärkeres Wachstum als im US-Markt, weil dort erst in rund sieben Prozent aller Haushalte ein Computerspiel vorhanden sei, während die Marktdurchdringung in Nordamerika schon bei rund 30 Prozent liege. (pte/apa/red)

20.10.2004 16:41