Dienstag, 19. Oktober 2004

IBM mit bestem Jahr seit langem: Umsatz steigt um 9 Prozent, Gewinn sogar um 12!

  • Ohne Sonderbelsatung hat IBM 12 Milliarden verdient!
  • Größte Steigerung wurde im asiatischen Raum erzielt

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat dank eines ausgezeichneten weltweiten Geschäfts in fast allen Sparten den stärksten Umsatz- und Gewinnanstieg seit Jahren verbucht. Wie der Konzern mitteilte, legte der Umsatz im dritten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent auf 23,4 Mrd. Dollar (18,8 Mrd. Euro) zu. Der Nettogewinn lag mit 1,8 Mrd. Dollar zwar nur 0,9 Prozent im Plus. Ohne Sonderbelastungen aus der Beilegung eines Rechtsstreits hätte IBM aber rund zwei Mrd. Dollar verdient, rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

"Die Geschäfte von IBM haben im Jahresverlauf an Schwung gewonnen und die Stärke unseres integrierten Geschäftsmodells gibt uns mit Blick auf 2005 Zuversicht", erklärte IBM-Konzernchef Samuel Palmisano. In einem normalerweise schwierigen Zeitraum für die Technologiebranche habe IBM die höchsten Zuwächse der vergangenen Jahre erzielt.

Finanzchef Mark Loughridge sagte, das moderate Wachstum habe sich im dritten Quartal fortgesetzt, wobei die Entwicklung auf dem amerikanischen und asiatischen Markt stärker gewesen sei als in Europa. IBM erwarte, dass die Prognosen der Analysten für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 4,94 Dollar um sieben Cent übertroffen würden.

Der Umsatz in dem für IBM entscheidenden Servicebereich stieg im dritten Quartal um fünf Prozent und lag bereinigt um Währungseffekte bei 11,4 Mrd. Dollar. Loughridge zufolge stieg die Nettogewinnmarge im Servicebereich auf 9,5 Prozent von neun Prozent im zweiten Quartal, im vierten Quartal werde eine Marge von zehn Prozent erwartet. Im Hardwarebereich stiegen die Umsätze im dritten Quartal um neun und bei der Software um einen Prozent.

Die Zuwächse im Servicebereich, der knapp die Hälfte des Umsatzes bei IBM ausmacht, trafen bei Analysten jedoch nicht nur auf Begeisterung. "Ich denke, die Messlatte war recht niedrig angesetzt und deshalb geht der Aktienkurs nach oben", sagte Marty Shagrin, Analyst von Victoria Capital Management und verwies auf Sorgen über die Profitabilität des Bereiches.

Nach Regionen betrachtet steigerte IBM den Umsatz in Nord- und Südamerika um acht Prozent auf 10,1 Mrd. Dollar und im asiatisch-pazifischen Raum um elf Prozent auf 5,3 Mrd. Dollar. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) erhöhte das Unternehmen den Umsatz um acht Prozent auf 7,3 Mrd. Dollar. Klammert man Wechselkursveränderungen aus, stagnierte der Quartalsumsatz in der Region EMEA allerdings. (apa/red)

19.10.2004 12:11