Internet macht Kranke noch "kränker": Zu viele Infos fördern Heilung nicht!
- Selbstdiagnosen und Eigenbehandlungen schaden oft
- Einbildungen und Hypochondrien sind im wachsen!
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Internet macht krank: Chronisch Kranken, die sich im Netz über ihre Leiden informieren, geht es danach oft noch schlechter als jenen, die nur den Rat ihres Arztes befolgen. Diese unerwünschte Nebenwirkung trifft auch Mitglieder von Internet-Selbsthilfegruppen.
Zwar vergrößerten die Möglichkeiten des Internets das Wissen von Kranken wie Diabetikern oder Asthmatikern und gäben ihnen das Gefühl, sozial unterstützt zu werden. Dennoch wirkten sich die zusätzlichen Informationen oft eher negativ aus. So verliere ein Teil der Patienten dank des besseren Kenntnisstandes die Angst vor der Krankheit und sei dadurch weniger motiviert, das eigene Verhalten dem medizinischen Rat entsprechend zu ändern.
Außerdem entschieden die Patienten häufig selbst, welche Behandlung für sie am besten sei und handelten den Empfehlungen ihres Arztes zuwider. Für die Studie, die in der Zeitschrift der gemeinnützigen Medizin-Organisation Cochran Collaboration erschien, wurden 4.000 Teilnehmer befragt.
In einer anderen britischen Studie war vor einigen Monaten darauf hingewiesen worden, dass viele im Internet verfügbaren Informationen über Krankheiten fehlerhaft seien. Die freie Verfügbarkeit des schier unerschöpflichen Materials leistet nach britischen Presseberichten außerdem der Einbildung von Krankheiten bei Hypochondern Vorschub. (apa/red)
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