Mittwoch, 20. Oktober 2004

Wien-FPÖ-Chef Strache ätzt in NEWS über Haider: "Hunde, die Halbmond anbellen"

  • Ankündigung: "Eigenständiger Weg der Wiener FPÖ"
  • PLUS: Jörg Haider verlangt von FPÖ sein Geld zurück

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS bleibt FP-Vize-Chef Hans-Christian Strache in Sachen EU-Verhandlungen mit der Türkei weiterhin hart: "74 Prozent sind gegen EU-Verhandlungen mit der Türkei. Ich bin mir jedenfalls nicht zu fein, für die Bürger zu kämpfen. Deswegen trete ich seit Juni für die Einbindung der Bevölkerung ein."

Zur FPÖ-Kritik an seiner Person kontert Strache: "Für mich ist es auch interessant zu beobachten, dass Teile der FPÖ die Faschismuskeule gegen mich schwingen, nur weil ich mich für die Anliegen der Bürger einsetze." Der Wiener FP-Obmann attackiert Jörg Haider in Anspielung auf dessen Nahost-Kontakte: "Ich habe zudem ein Zitat des Landeshauptmanns in Erinnerung, wonach er von Hunden geredet hat, die den Mond anheulen. Ich kann nur sagen, dass ich derzeit eher Hunde sehe, die den Halbmond anbellen." Des weiteren kündigt Strache "einen eigenständigen Weg der Wiener FPÖ an".

FP-EU-Mandatar Andreas Mölzer greift im NEWS-Interview frontal die Parteineugründungsideen Jörg Haiders an: "Das ist schon rein technisch undurchführbar. Sie wollen die Regierung erhalten und frei von Schulden sein. Das geht nicht. Ausserdem wäre das viel zu riskant. Dann gäbe es sofort Neuwahlen. Wer diese Spaltung der FPÖ herbeiführen würde, würde die Partei in ein Inferno reissen." Und Mölzer drohend weiter: "Eine 5-Millionen-Euro-Schuldenfraktion wird sich nicht einfach von ihren Schulden verabschieden können. Jetzt geht es um geordnete Finanzverhältnisse, über die man reden muss. Davon kann man sich nicht einfach verabschieden. Da lachen ja die Hühner."

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20.10.2004 16:12