Montag, 25. Oktober 2004

Hoffnung für Opel: Ab heute wird wieder gearbeitet und über Zukunft verhandelt

  • Rüsselsheim stand wegen Streik im Werk Bochum
  • GM will bis 2006 insgesamt 12.000 Stellen einsparen

In allen europäischen Opel-Werken wird wieder gearbeitet. "Die Produktion an den Standorten läuft normal", sagte ein Opel-Sprecher am Montag in Rüsselsheim. Mit Beginn der Frühschicht um 5.45 Uhr hatten im Rüsselsheimer Stammwerk die Opel-Mitarbeiter nach knapp einer Woche Zwangspause die Arbeit wieder aufgenommen.

Nach einem mehrtägigen wilden Streik der Opel-Mitarbeiter in Bochum gegen das geplante radikale Sparprogramm der Mutter General Motors (GM) musste die Vectra-Fertigung in Rüsselsheim in der vergangenen Woche wegen fehlender Zulieferungen gestoppt werden. Auch in den Werken Antwerpen und dem britischen Ellesmere Port waren die Bänder aus Mangel an Teilen abgeschaltet worden. Dort werde nun wieder normal gearbeitet. Den entstandenen Schaden konnte der Sprecher nicht beziffern.

Verhandlungen fortgesetzt
In Rüsselsheim setzten Gesamtbetriebsrat und GM-Vertreter unterdessen ihre Verhandlungen über den radikalen Sanierungsplan fort. Mit einem Ergebnis sei erst in einigen Wochen zu rechnen, sagte der Opel-Sprecher. Das Sanierungsprogramm soll die Kosten um jährlich 500 Mio. Euro senken. Zudem will GM bis 2006 europaweit 12.000 Stellen abbauen, davon 10.000 - fast jeden dritten - in Deutschland. Ziel sei es nach wie vor, Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, hieß es.
(apa)

25.10.2004 20:10