Tirol dehnt Lkw-Nachtfahrverbot aus: Ab 1. November zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr
- Derzeitiges Verbot brachte bereits Schadstoff-Reduktion
- Ausdehnung in den Morgenstunden aber nicht sinnvoll
Das Lkw-Nachtfahrverbot auf der Tiroler Inntalautobahn A 12 wird für die Wintermonate um zwei Stunden ausgedehnt. Ab 1. November dürfen Schwerfahrzeuge zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr dort nicht mehr fahren. Lkw der Klasse "Euro 4" seien aus dem Verbot ausgenommen, sagte Verkehrslandesrat Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung.
Das bestehende Nachfahrverbot zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr habe eine Reduktion der Schadstoffwerte von sieben Prozent gebracht, sagte Gschwentner. Die neue Regelung soll noch mehr bringen. Eine Ausdehnung in den Morgenstunden habe sich jedoch als nicht sinnvoll erwiesen, hieß es. Untersuchungen hätten ergeben, dass es durch das erhöhte Verkehrsaufkommen nach dem Ende des Nachtfahrverbotes und den Pendlerverkehr vermehrt zu Staus komme. Dadurch steige die Schadstoffbelastung wieder an. Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit sei eine Ausdehnung auf 8.00 Uhr nicht sinnvoll.
In der Ausnahme der "Euro 4"-Lkw sah Gschwentner nicht einen Freifahrtschein für Transit-Lkw sondern einen Anreiz für die heimische Wirtschaft. In vielen Betrieben gebe es noch Lkw der Klassen "Euro 0" und "Euro 1", mit einer Umrüstung des Fuhrparks auf "Euro 4" könnten sie auch in der Nacht fahren.
Sollte es durch diese Maßnahme nicht zu einer Reduktion der Lärm- und Schadstoffbelastung kommen, so werde man neue Regelungen treffen, kündigte Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) an. Vorarlberg habe bereits mit einer Klage gegen das neue Lkw-Nachtfahrverbot gedroht. (apa)
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