Trotz billigerer Sparkarten: Österreichs Banken halten weiterhin am Sparbuch fest
- "Bei Kundenwunsch, werden Sparbücher ausgegeben"
- Credit Suisse: Keine Ausgabe von "Sparheften" mehr
Auch wenn für die österreichischen Banken das klassische Sparbuch teurer kommt als die mittlerweile ebenfalls stark verbreiteten Sparkarten: Ein Abschied vom Sparbuch - wie er in der Schweiz gerade von Großbanken praktiziert wird - "kommt bei uns sicher nicht in Frage", heißt es aus den österreichischen Banken zur APA.
In der Schweiz sind etwa bei der Großbank Credit Suisse (CS) die letzten Tage der dort "Sparhefte" genannten Sparbücher in Reisepassform gezählt. Die schweizerische Großbank, die noch rund 200.000 solcher Hefte führt, stellt dieses Angebot per Ende März 2005 endgültig ein. Die CS-Kunden können entweder das Geld auf ein Konto umschichten oder schlicht das Heft auflösen, wie Credit Suisse via sda bekannt gab. Ab dem 1. April 2005 kann bei Credit Suisse nicht mehr auf Sparhefte einbezahlt werden, davor hatte die Bank schon seit vier Jahren keine neuen Sparhefte mehr ausgestellt.
In Österreich ist das kein Thema: "Solange Bedarf und der Wunsch besteht, werden wir Sparbücher ausgeben", heißt es bei den Großbanken in Wien wenige Tage vor dem diesjährigen (80.) Weltspartag. Sparkarten kommen die Banken freilich in der Abwicklung billiger, deshalb gibt es auf sie auch etwas höhere Zinsen als auf das klassische Sparbüchl. Eine Abkehr stehe in Österreich sicher nicht zur Diskussion, auch in den nächsten Jahren nicht. (apa/red)
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