Dienstag, 19. Oktober 2004

Diskussionen ohne Ergebnis: Handels-Lohnrunde bis 11. November unterbrochen

  • Positionen der Parteien liegen weit auseinander

Die Kollektivvertragsrunde für mehr als 350.000 Handelsangestellte sowie rund 100.000 Beschäftigte in verwandten Berufen ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen, bestätigte die Arbeitgeberseite. Ein neuer Anlauf soll am 11. November gestartet werden.

In Sachen Löhne liegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber offenbar noch weit auseinander. Die Gewerkschaft, die vor den Verhandlungen eine Reallohnerhöhung "deutlich über der Inflationsrate" gefordert hatte, soll eine Erhöhung von 3,6 Prozent, mindestens aber 44 Euro gefordert haben. Das Angebot der Arbeitgeber soll sich dagegen auf zunächst gerade 0,6 Prozent belaufen.

Zum Start der Lohnrunde haben die beiden Seiten einander ihre jeweiligen arbeitsrechtlichen Forderungen vorgetragen. Über Einzelpunkte soll jedoch noch nicht geredet worden sein. Die Gewerkschaft will u.a., dass die zuschlagsfreie Mehrarbeit von 1,5 Stunden pro Woche entfällt und für Teilzeit-Mitarbeiter vier zusammenhängende Stunden verpflichtend werden.

Die Gegenforderungen der Arbeitgeber betreffen beispielsweise Flexibilisierungen bei der Beschäftigung rund ums Wochenende, vor allem eine weitere Lockerung der Schwarz-Weiß-Regelung am Samstag, wonach Mitarbeiter grundsätzlich nur jeden zweiten Samstag eingesetzt werden dürfen. Zudem werden Vereinfachungen im Kollektivvertrag verlangt.

(apa)

19.10.2004 18:17