Montag, 18. Oktober 2004

Verbraucherindex: September-Inflation auf 2,1 (2,3) Prozent leicht abgekühlt

  • Preissenkungen bei Nahrungsmitteln und Treibstoffen
  • Wohnen, Wasser und Energie um fast 5 Prozent teurer

Preissenkungen bei Nahrungsmitteln sowie kurzfristig bei Treibstoffen ließen die Inflation in Österreich im September auf 2,1 Prozent leicht zurückgehen. Im Vormonat August war die Teuerungsrate vor allem wegen der anhaltend hohen Ölpreise noch bei 2,3 Prozent (revidierter Wert) gelegen, im Juli bei 2,2 Prozent.

Zum Vormonat August waren in fast allen Bereichen der Hauptgruppe Ernährung und Getränke Preisrückgänge um ein bis zwei Prozent zu beobachten. Leichte Preissenkungen von 2 Prozent waren zum Erhebungszeitpunkt in der zweiten Septemberwoche auch bei Kraftstoffen und Schmiermitteln zu verzeichnen.

Im Jahresabstand - gegenüber September 2003 - lag das Preisniveau bei Kraftstoffen und Schmiermitteln nach wie vor um 10 Prozent höher. In der Hauptgruppe Verkehr insgesamt waren Preiserhöhungen von 2,5 Prozent zu beobachten, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Ein gutes Drittel der Inflationsrate verursachten im September die Verteuerungen von 4,9 Prozent bei Wohnen, Wasser und Energie.

Der für die Europäische Union berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ging im September auf 1,9 Prozent zurück, nachdem er im August noch 2,2 Prozent betragen hatte.

Im Monatsabstand blieb das nach dem nationalen Warenkorb ermittelte Preisniveau im September gleich, der Verbraucherpreisindex (VPI) betrug neuerlich 108,5 (2000=100). Auch der Indexstand des HVPI (1996=100) betrug wie im Vormonat 112,5.

(apa)

18.10.2004 10:49