Kein Geldregen für den GAK: UEFA-Cup-Gruppenphase ist ein Nullsummenspiel
- Präsident Rudi Roth: "Denke sportlich, nicht finanziell"
- Ausscheiden könnte Folgen auf Transferpolitik haben
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Die Resultate des laufenden Bewerbs
Am Beispiel des GAK wird die Annahme widerlegt, dass einige Spiele pro Saison in einem europäischen Bewerb zumindest ein schönes Körberlgeld garantieren. Lediglich 8.000 Euro für das Heimspiel gegen Amica Wronki und 80.000 Euro für das Match im Schwarzenegger-Stadion gegen AZ Alkmaar fließen in der UEFA-Cup-Gruppenphase an TV-Geldern in die Klub-Kassa, dazu kommen nur noch Einnahmen aus Kartenverkäufen und aus der Bandenwerbung für beide Partien.
Dem gegenüber stehen die Ausgaben für die Reisen nach Auxerre und Glasgow, diverse Spesen sowie mögliche Spielerprämien, wodurch unter dem Strich voraussichtlich nichts übrig bleibt. "Die Gruppenphase wird leider ein Nullsummenspiel. Rechnet man die Spiele gegen Litex Lowetsch dazu, könnte sogar ein Minus herauskommen", befürchtet GAK-Präsident Rudi Roth. "So was habe ich noch nicht erlebt, dass man nach sechs UEFA-Cup-Partien so schlecht aussteigt."
Roth hofft auf Unterstützung der Fans
Ganz hat der GAK-Boss die Hoffnung auf eine positive finanzielle Bilanz nach den vier Partien in Gruppe F aber noch nicht aufgegeben. "Wenn wir in unseren zwei Heimspielen rund 20.000 Zuschauer ins Stadion bekommen, hätten wir wenigstens ein bisschen etwas verdient", sagte Roth.
Die Spielansetzung mit den zwei attraktiven Gegnern Auxerre und Glasgow Rangers auswärts sei eben "Pech" gewesen, so Roth. "Jetzt sind auch unsere Fans gefordert. Ich richte einen Appell an sie, dass sie uns im Stadion unterstützen, schließlich haben wir ihnen in der letzten Saison mit Meistertitel und Cupsieg auch einiges geschenkt", erklärte der GAK-Präsident, der für die UEFA-Cup-Heimmatches verbilligte Kombi-Tickets auflegen lässt.
"Altlasten sind kein Problem für uns"
Vor der Champions-League-Qualifikation hat Roth angesichts der in der Eliteliga zu verdienenden Euro-Millionen noch mit einer Tilgung der "Altlasten" spekuliert, dieses Vorhaben ist vorerst einmal ad acta gelegt. "Aber die Altlasten sind kein Problem für uns. Unser Budget ist gedeckt", sagte Roth, der vor Saisonstart nur die Champions-League-Qualifikation und eine UEFA-Cup-Runde in seinen Etat hatte einfließen lassen.
Die über zwei Millionen Euro, die wegen des neuen, modernen Trainingszentrums aufgebracht werden mussten, sind laut Roth bereits durch den Verkauf des alten GAK-Platzes bezahlt. Im Zusammenhang mit der vereinseigenen Akademie bekräftigte der GAK-Präsident noch einmal seine Forderung nach Unterstützung seitens des ÖFB, etwa in der Bezahlung der diversen Nachwuchstrainer.
Roth vom Aufstieg überzeugt
Doch wirtschaftliche Angelegenheiten waren für Roth vor dem Start in die Gruppenphase ohnehin zweitrangig. "Ich denke nicht finanziell, nur sportlich. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass wir mit unserer Moral unter die drei Gruppenersten kommen und damit aufsteigen", prophezeite der Klub-Chef. In diesem Fall könnte der UEFA-Cup doch noch zum Geschäft werden. "Im Frühjahr bekommen wir dann sicher einen großen Verein, da können wir auch ordentlich verdienen."
Sollte jedoch der "worst case" eintreten und der GAK die Qualifikation für die Runde der letzten 32 verpassen, könnte das Folgen für die Einkaufspolitik im Sommer haben. "Was Verstärkungen betrifft, wird es sicher richtungweisend sein, ob wir weiterkommen", gab Roth zu, beschwichtigte aber auch. "Welche Auswirkungen das genau haben würde, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen." Zumindest Neuverpflichtungen im Winter sind bei den "Rotjacken" jetzt schon praktisch ausgeschlossen. (apa)
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