Mailänder Klubs nicht zu stoppen: Milan und Inter versenken spanische Armada
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Die Mittwoch-Spiele der Champions League standen im Zeichen der Mailänder Vereine. Während AC Milan im Schlager daheim gegen den FC Barcelona einen glücklichen 1:0-Sieg feierte, sorgte Inter mit einem sensationell hohen 5:1-Kantererfolg bei Valencia für die Überraschung des Abends. Titelverteidiger FC Porto steht hingegen vor dem vorzeitigen Ausscheiden, die Portugiesen verloren bei Paris SG mit 0:2 und liegen in der Gruppe H am Tabellenende.
Mit dem jeweils dritten Sieg im dritten Spiel haben die Mailänder Stadtrivalen ihren Durchmarsch Richtung Achtelfinale fortgesetzt, dies gelang auch Chelsea mit einem 2:0 gegen CSKA Moskau. Vier Tage vor dem Mailänder Derby sicherten sich die Erzfeinde optimale Ausgangspositionen. Milan bezwang im Top-Duell der Gruppe F den erstmals in dieser Saison geschlagenen und zwei Mal an der Latte gescheiterten FC Barcelona mit 1:0 dank Andrej Schewtschenko, der im zehnten Saison-Pflichtspiel zum zehnten Mal traf.
"Der goldene Schewtschenko schießt Milan an die Spitze", titelte "La Stampa". Im "Corriere della Sera" stand: "Schewtschenko versenkt Barca." Und der ukrainische Torjäger, von der "Gazzetta dello Sport" als "Bestie" bezeichnet und nun erst recht ein ernsthafter Kandidat bei der Wahl zum Fußballer des Jahres, sagte: "Ich denke nicht an den Titel - der Erfolg der Mannschaft ist alles."
"Inter zermalmt Valencia"
"Wirbelwind Inter fegt über Valencia hinweg", befand "La Gazzetta" nach dem Triumph bei den heimstarken Spaniern. Neben den Torschützen Stankovic, Vieri, van der Meyde, Adriano und Cruz glänzte Ersatzkeeper Fontana (37) als Vertreter des zuletzt formschwachen Toldo. "Inter zermalmt Valencia", schrieb die spanische "Marca" nach der höchsten Heimpleite seit 1992.
"ABC" sieht Valencia "am Rande des Abgrunds", und Claudio Ranieri musste geknickt eingestehen: "Meine Spieler haben alles gegeben. Aber der dritte Gegentreffer brach uns das Genick." Zweiter in dieser Gruppe ist nach dem 2:1 in Brüssel gegen Anderlecht nun Deutschlands Meister Werder Bremen.
"Diesen FC Porto kann man vergessen"
Während Chelsea mit Erfolgscoach Jose Mourinho wie Juventus Turin sowie die Mailänder Klubs sein Konto auf optimale 9 Punkte aufstockte, steht für Mourinhos Ex-Club in der Gruppe H erst ein magerer Zähler zu Buche. Porto verlor in seinem "schlechtesten Spiel seit Jahren" (A Bola) in Paris - das Achtelfinale gilt selbst in der Heimat als kaum noch erreichbar.
"Diesen FC Porto kann man vergessen", titelte "Publico". Und "O Jogo" stellte trefflich fest: "Die 'Drachen' sind Lichtjahre von der Leistung der Vorsaison entfernt." Nur Coach Víctor Fernández flüchtet sich in Durchhalteparolen: "Wir können es noch aus eigener Kraft schaffen." Die Pariser freuten sich nicht nur über den Sieg, sondern auch über das 1:0 von Coridon, einen wahren Traumtor: Ein "Fersler-Volley".
Lehmann als Buhmann
In die Kritik geriet auch Arsenal-Torhüter Jens Lehmann, der beim 2:2 bei Panathinaikos entscheidend patzte. "Lehmanns Schnitzer zertrümmern die Gunners", kritisierte "The Sun" den Keeper heftig, den "The Daily Mirror" sogar "Unheil-Jens" nannte. Selbst "The Times" machte den Deutschen für das Remis verantwortlich: "Lehmann verliert die Orientierung und macht den Griechen großzügige Geschenke."
Arsene Wenger ging mit seiner Nummer 1 rücksichtsvoller um: "Ich will Jens nicht tadeln, denn er hat uns zuletzt oft gerettet." Allerdings kosteten die Fehler den Sieg und die Tabellenführung in der Gruppe E, die der PSV Eindhoven (2:1 bei Rosenborg Trondheim) nun vor Arsenal innehat. (apa/red)
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