Austria verteidigt die Tabellenspitze: Auch das 270. Wiener Derby endet mit 1:1-Remis
- Vastic trifft für FAK - Katzer bricht Torsperre von Didulica
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·Bilder: Das 270. Derby Rapid - Austria
Dospels Abseitstor und Rushfeldts Rote beim 1:1
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Rapid liegt mit 116 zu
103 Siegen in Führung
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Keinen Sieger brachte am Sonntag das 270. Wiener Fußball-Derby zwischen Rapid und der Wiener Austria. Der Spitzenreiter aus Favoriten und der Punkte gleiche Verfolger aus Hütteldorf trennten sich im mit 17.500 Zuschauer ausverkauften Hanappi-Stadion 1:1 (0:0). In der Tabelle liegen die Rivalen damit weiter gleichauf. Vastic brachte die Violetten 33 Sekunden nach der Pause in Führung, in der 54. Minute gelang Katzer der Ausgleich.
Der Verteidiger beendete damit die Torsperre von Austria-Keeper Didulica, der seit 750 Minuten keinen Ball mehr aus seinem Netz hatte holen müssen. Zwei andere Serien hielten aber. Die Favoritner sind seit nun 13 Partien oder 7. August (zehn Siege/drei Remis inkl. UEFA-Cup) unbesiegt, die nun sechs Runden ungeschlagenen Grünen seit 14 Lokalduellen oder 6. Mai 2001 ohne Derby-Erfolg. Das Derby brachte zwar keinen Sieger, bot aber Tore, einen Ausschluss, eine Trainer-Verbannung und im Finish viel Hektik.
Über 17.000 erwartungsfrohe Zuschauer, die für ein ausverkauftes Haus und damit eine tolle Stimmung sorgten, bekamen von Beginn an ein von beiden Seiten offensiv geführtes Spiel zu sehen. Vom Anpfiff an gab's kein Herumtaktieren, sondern Grüne und Violette suchten den kürzesten bzw. schnellsten Weg zum gegnerischen Tor.
Austria in 1. Halbzeit leicht überlegen
Nach rund einer Viertelstunde bekamen die Gäste Spiel und Gegner mehr unter Kontrolle, die bemühten Hütteldorfer hatten hingegen Probleme im Spielaufbau, außerdem schlichen sich bei ihnen Passfehler ein. Das leichte Übergewicht der Veilchen, die geschlossener wirkten, dokumentierte sich auch in guten Kopfbällen von Dospel (14./nach Sionko-Corner) und Sionko (23./nach Dheedene-Flanke). Gestört wurde das violette Werkl, das im Mittelfeld Vorteile hatte, in den ersten 45 Minuten nur von aus dem Austria-Sektor geworfenen Rauchbomben.
Unmittelbar nach der Pause schienen die Hausherren mit ihren Gedanken noch in der Kabine, als es 33 Sekunden nach Wiederbeginn im grünweißen Gehäuse einschlug: Kiesenebner hatte mit einem Idealpass Vastic in Front gebracht und der Stürmer schob den Ball flach am herausstürzenden Payer ins Tor. Doch die Freude währte nur acht Minuten, dann hieß es 1:1. Nach Hofmann-Freistoß und kurzer Didulica-Abwehr drückte der aufgerückte Verteidiger Katzer den Ball per Kopf über die Linie.
Rapid nach Ausgleich im Vorwärtsgang
Der Ausgleich verlieh den Rapidlern eine breite Brust, plötzlich hatten sie mehr Spielanteile, das Match bekam Farbe. Hatte Didulica vor der Pause einen ruhigen Nachmittag, durfte er sich nachher über Arbeitsmangel nicht beklagen. In der 62. Minute wäre er machtlos gewesen, doch Dosek überhob den Kroaten und setzte den Ball neben die linke Stange. Auf der Gegenseite prüfte zunächst Feldhofer seinen Torhüter und dann knallte Vastic (70.) an die rechte Stange.
Im Finish der überschlugen sich die Ereignisse, als ein Dospel-Treffer (73.) wegen angeblichen Abseits zu Unrecht annulliert, Rushfeldt nach einem eher harmlosen Rempler an Feldhofer Rot (75.) und Austria-Trainer Lars Söndergaard wegen heftigen Kritisierens von Referee Wolfang Sowa auf die Tribüne geschickt wurde. Aber es blieb bis zum Schluss beim 1:1. (apa/red)
