Slalom-Ass hat den RTL im Visier: Rainer Schönfelder will ein zweites Standbein
- Große Ziele: Steigerung im RTL und Slalom-WM-Gold
- Ski-Entertainer fordert noch mehr Spektakel im Weltcup
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Bunt, schrill und laut startet Rainer Schönfelder in die neue Weltcup-Saison. Der Gewinner der Slalom-Kristallkugel 2003/2004 setzt im WM-Winter nicht nur auf seine Paradedisziplin, der Kärntner will sich mit dem Riesentorlauf ein zweites solides Standbein schaffen. Am Sonntag in Sölden möchte der Kärntner eine erste Kostprobe seines Könnens abliefern. Neben einer Slalom-Goldenen bei der WM in Bormio bezeichnete der Ski-Entertainer den Riesentorlauf als "persönliches Hauptziel" dieser Saison.
"Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv auf den Riesentorlauf konzentriert", berichtete "Schöni", dass die Vorbereitung voll und ganz Richtung Sölden abgestimmt war. Der Slalom-Feinschliff erfolgt erst in den Wochen nach dem Auftakt-Rennen, bis zum ersten Saisonlauf am 5. Dezember in Beaver Creek haben die Slalom-Asse noch Zeit genug. "Ich begebe mich aber auch auf eine gewisse Gratwanderung, denn gleichzeitig darf der Slalom nicht leiden", versucht der 27-Jährige eine richtige Balance zu finden.
Mehr Spektakel im Ski-Sport: Superbowl und Formel 1 als Vorbild
Schönfelder auf Skiern heißt immer auch Spektakel, bei dem große Töne nicht zu kurz kommen dürfen. "Nach der Saison will ich in der Zeitung lesen: Weltmeister Schönfelder nun auch Nummer eins der Singlecharts", ließ Schönfelder die Ski- und Musik-Welt wissen. Als singender "Rastaman"-Skifahrer ("Der Rhythmus beim Skifahren und in der Musik ist derselbe") sorgt der "Petzenbär" für willkommene Abwechslung im Tross, Schönfelder fordert aber noch weit mehr Action. "Es muss noch mehr Spektakel geben. Dabei könnte man sich etwa die Formel 1 oder die Superbowl zum Vorbild nehmen."
Nach außen hin gibt sich der Fischer-Pilot mit lackierten Fingernägeln (pink, rot-weiß, grün,....), zahlreichen Auftritten auf der Showbühne, CD-Präsentationen, wilden Frisuren und buntem Gewand als verrückter Paradiesvogel. Schönfelder hat aber auch seine seriöse Seite: "Alles auf die leichte Schulter zu nehmen, funktioniert nicht. Im Training musst du seriös sein, sonst gibt es keinen Fortschritt."
(apa)
