Stephan Eberharter über Karriere-Ende:
"War der richtige Zeitpunkt zum Aufhören"
- Der Tiroler glaubt weiterhin an Dominanz des ÖSV
- Stephan Eberharter als Weltcup-Zaungast ohne Wehmut
·Aus & vorbei: Neue Saison ohne "Steff"
"Das Feuer brennt einfach nicht mehr so wie früher"
·Reaktionen auf den Rücktritt Eberharters
Maier: "Steff kann stolz auf erfolgreiche Karriere sein"
·Rogan und Allen gehört das Jahr 2004
BILDER: Die Sportler des Jahres & alle Kandidaten!
Fünf Wochen nach seinem offiziellen Abschied von der Ski-Bühne steht Stephan Eberharter trotz des nahenden Weltcup-Auftakts voll und ganz hinter seiner Entscheidung. "Es war der richtige Zeitpunkt zum Aufhören. Dieser Entschluss reifte über Monate und war richtig", meinte der Zillertaler, der am Mittwoch bei der Galanacht des Sports in Linz einen "Special Award" für seine herausragende sportliche Karriere erhielt und mit Standing Ovations gefeiert wurde.
Am Sonntag beginnt für Steffs Ex-Kollegen der WM-Winter 2004/2005, Wehmut gibt's beim 35-Jährigen aber keine. "Das Leben geht weiter, jetzt kommt ein neuer, ebenso wichtiger Abschnitt." Wie er den Renn-Sonntag verbringen wird, weiß Eberharter noch nicht genau.
"Vielleicht stehe im Zielraum, vielleicht schau ich mir das Rennen mit einem Kaffee auf der Couch an", so der Olympiasieger und Weltmeister, der das "schmerzfreie Leben" fernab des harten Trainingsalltags genießt und vor allem den Golfschläger schwingt.
"Österreich ist nach wie vor die stärkste Mannschaft"
Seine WM- und Weltcup-Prognose für die bevorstehende Saison fällt patriotisch aus: "Österreich ist nach wie vor die stärkste Mannschaft." Aber auch der zweifache Gesamt-Weltcup-Sieger warnt vor der stark aufkommenden Konkurrenz: "Die Ausländer werden immer stärker. Ob sie aber heuer schon so stark sind wie die Österreicher, bleibt abzuwarten."
Wie es mit dem Mann aus Stumm weiter geht, steht noch in den Sternen. "Wenn man 20 Jahre dasselbe macht, kann man nicht von einem Tag auf den anderen etwas anderes machen. Das muss man wohl überlegen und überdenken, da muss man sich Zeit geben und schauen, was Körper und Seele wollen", meinte der Sieger von insgesamt 29 Weltcup-Rennen. (apa)
