Montag, 18. Oktober 2004

Voller Angriff auf Maier, Miller & Co.: Benni
Raich geht heuer auf Gesamt-Weltcup los

  • "Ich traue mir das zu". Pitztaler verspürt keinen Druck
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Ski-Österreich hält Benjamin Raich für den schärfsten Herausforderer von Gesamt-Weltcup-Sieger Hermann Maier. Laut einer Untersuchung des Linzer Meinungsforschungsinstitut "market" sehen 75 Prozent im Tiroler einen künftigen Gesamt-Weltcup- Sieger, stolze 35 Prozent sind der Meinung, dass Raich bereits die Weltcup-Saison 2004/2005 mit der "Großen Kristallkugel" in Händen abschließen wird.

"Ich traue mir das zu und habe meine Möglichkeiten. Dass es nicht leicht wird, weiß aber wohl jeder", meinte der Pitztaler vor seinem Heim-Riesentorlauf am Sonntag in Sölden, wo die WM-Saison eröffnet wird. Raich warf vor Sölden aber auch noch einmal einen kurzen Blick zurück in den März 2004, in dem er auf Grund des umstrittenen Abbruchs des Nebel-Riesentorlaufs um seine Chance auf den Sieg im Gesamtweltcup gebracht worden war. "Natürlich hat mich das geärgert und gewurmt, aber Nachweinen hilft sowieso nichts. Das Thema ist erledigt", so Raich.

"Lasse mir keinen Druck auferlegen"
Sechs Mal in Folge ist der Sieger von 13 Weltcup-Bewerben (8 Slaloms, 5 Riesentorläufe) bereits unter den Top Ten des Gesamt- Weltcups gelandet, nach den Rängen 10, 9, 4, 9, 8 und 3 soll nun der ganz große Coup folgen. Der Druck der Öffentlichkeit lässt Raich aber zumindest nach außen hin kalt: "Ich lasse mir von der Öffentlichkeit sicher keinen Druck auferlegen. Den mache ich mir schon selber."

Dass sein Name bei sämtlichen Diskussionen um den Gesamt-Weltcup 2005 ins Spiel gebracht wird, sieht der Pitztaler als Teil der Taktik seiner Gegner. "Es werden aber sehr viele Namen einfach vergessen", so der 26-Jährige, der neben Hermann Maier und Bode Miller u.a. auch Namen wie Kalle Palander, Didier Cuche oder Daron Rahlves dick auf der Rechnung hat.

Raich will auch bei WM punkten
Ziele gibt es für den Gewinner der Slalom-Weltcup-Kugel 2001 im WM-Winter genug. "Ich werde mich sicher nicht auf ein Ziel versteifen, ich werde mich auf ein Rennen nach dem anderen konzentrieren. Aber die Weltcup-Kugeln und die WM sind natürlich die großen Ziele."

Seine sommerliche Vorbereitung bezeichnete Raich als "ziemlich ausgewogen". Vor allem punkto Speed-Disziplinen erwartet sich Raich, der im Vorjahr sensationell drei Mal Rang vier im Super G eingefahren hatte, "wieder einen Schritt nach vorne". "Wenn mich der Toni aufstellt, werde ich auch in der Abfahrt starten."
(apa/red)

18.10.2004 14:30