Montag, 25. Oktober 2004

Generali Ladies in Linz: Mit Serena Williams ist ein absoluter Top-Star dabei!

  • Die US-Amerikanerin spielt erstmals in Österreich
  • French-Open-Siegerin Anastasia Myskina sagt ab

Viele wollten es erst glauben, wenn sie tatsächlich aus dem Flugzeug steigt, doch nun ist es Gewissheit: Superstar Serena Williams wird beim mit 585.000 Dollar dotierten Generali Ladies in Linz und überhaupt erstmals in Österreich spielen. Die 23-jährige US-Amerikanerin erreichte am Sonntag, 09:30 Uhr Linz und wurde von Turnierdirektorin Sandra Reichel mit Blumen, Linzer Torte und einem Buch über die Stadt begrüßt. "Sie macht einen sehr guten, sehr professionellen Eindruck", meinte Reichel. Der Wermutstropfen: French-Open-Siegerin Anastasia Myskina sagte wegen einer Grippe kurzfristig ab.

Tennis-"Diva" Serena geht damit vier Jahre nach ihrer Schwester Venus zum ersten Mal auf den Titel beim Generali Ladies los, Venus Williams war 2004 bis ins Endspiel gekommen, hatte sich dann aber ihrer Landsfrau Lindsay Davenport beugen müssen. "Ich bin fit und freue mich auf das Turnier", meinte Serena bei ihrer Ankunft knapp. Mit ihrer Schwester Venus habe sie sich noch nicht ausführlich über Linz unterhalten. "Aber das werde ich am Abend bei einem Telefongespräch nachholen. Venus hat mir nur erzählt, dass es ihr hier sehr gut gefallen hat."

Dass ihr Antreten beim Generali Ladies dazu dient, den Start bei den WTA-Championships in Los Angeles abzusichern, wollte Williams so nicht bestätigen. "Ich denke jetzt nicht an die Championships, sondern werde versuchen, hier erfolgreich zu spielen."

Turnierdirektorin Reichel: "Serena ist Sportlerin Nummer eins"
Serena ist zwar im Ranking derzeit nur die Nummer neun der Welt, gilt aber wegen ihres Powertennis und nicht zuletzt auch auf Grund ihres immer wieder Aufsehen erregenden Outfits als der Topstar im Damentennis. "Für mich ist Serena derzeit überhaupt die Sportlerin Nummer eins weltweit. Es gibt sonst keine, die so im Blickpunkt steht. Sie ist eine absolute Persönlichkeit, ein Typ. Es ist für Linz das Beste, was passieren konnte", schwärmte Sandra Reichel.

Die Telefone laufen seit einigen Tagen im Turnierbüro für das größte Damenturnier Österreichs heiß. "Ich bin noch nie so oft gefragt worden, ob denn nun eine Spielerin kommt oder nicht", stöhnte Reichel. Für den Kartenabsatz dürfte sich die Ankunft von Williams stark auswirken wie auch viele Anfragen beweisen.

Mauresmo kommt erst am Dienstag
Etwas im Schatten von Serena steht die Verpflichtung von Amelie Mauresmo, die erst am Dienstag in Linz landen wird. Mauresmo war vor Kurzem noch als erste Französin überhaupt zur Nummer eins der Tennis-Welt geworden, wurde vergangene Woche aber von Lindsay Davenport abgelöst. Mauresmo hat heuer die Turniere in Berlin, Rom und Montreal für sich entschieden.

Statt Tennis zu spielen hütet Myskina das Bett
Die negative Nachricht kam von Anastasia Myskina: Nach der US-Open-Triumphatorin Swetlana Kusnezowa sagte auch die French-Open-Siegerin ihren Start für Linz ab. Der Grund ist ein simpler: Die Russin leidet schon seit Moskau an einer Grippe und wurde auch dort schon behandelt. "Es ist schlimmer geworden und ich muss leider im Bett bleiben", ließ Myskina verlauten.

Durch die Absage wurde zwar keine neue Auslosung vorgenommen, allerdings wurden die Gesetzten im Tableau anders zugeordnet. Williams bleibt zwar Nummer drei, nimmt aber den Platz von Myskina am unteren Raster-Ende ein.

25.10.2004 14:28