Sonntag, 24. Oktober 2004

Amelie Mauresmo sagte für das Generali Ladies zu: Serena Williams steht ante portas

  • Wild Cards an Babsi Schett und Sybille Bammer
  • Scharapowa und Venus entscheiden nach ihrer Partie

Eine Minute vor Ablauf der Frist hat am Freitagnachmittag Amelie Mauresmo für das am Montag in Linz beginnende WTA-Tennisturnier (Generali Ladies) genannt, womit die Französin auch vor der French Open-Siegerin Anastasia Myskina die Gesetztenliste anführt. Neben Mauresmo, die wie die Nummern drei bis vier in der Startrunde ein Freilos hat, erhielten auch Barbara Schett und Lokalmatadorin Sybille Bammer Wild Cards, womit zwei ÖTV-Spielerinen fix im Hauptfeld stehen. Wild Cards für die Qualifikation erhielten die ÖTV-Spielerinnen Yvonne Meusburger, Patricia Wartusch, Stephanie Haidner und Daniela Kix. Weiter Rätsel raten herrscht um die Ankunft von Serena Williams.

Die Veranstalter des Generali Ladies in Linz, das am Montag mit dem Hauptbewerb beginnt, durfte Freitagmittag weiter auf das Kommen von US-Star Serena Williams hoffen. Die Anzeichen sprachen für ein erstmaliges Antreten der 25-fachen Turniersiegerin, auch wenn die Organisatoren weiter äußerst vorsichtig mit dieser Information umgehen, um das Publikum bei einer Meinungsänderung des US-Stars nicht wieder zu verärgern. Aus den Top Ten war vorerst nur das Antreten von French-Open-Siegerin Anastasia Myskina fix. Von den Wild Cards war zunächst nur jene für Barbara Schett fix vergeben.

"Der Ablauf des e-mail-Verkehrs ist für mich schon ein Beweis, dass Serena kommen will", meinte Veranstalter Peter Michael Reichel am Freitag. Die derzeitige Weltranglisten-Neunte hat beispielsweise bereits einen Anforderungsplan übermittelt, der von der Abholung am Flughafen, einem eigenen Auto samt Fahrer, einem eigenen Sicherheitsmann sowie den Hotelzimmern sehr detailliert ist. Mit den Wünschen ihrer großen Schwester Venus, die vor vier Jahren in Linz angetreten und bis ins Finale gekommen ist, ist dies nicht vergleichbar.

Kommt zum dritten Mal nach der Zu- die Absage?
"Man merkt, dass Serena von einer Hollywood-Agentur vermarktet wird", meinte Michael Reichel lachend. "Aber Serena ist heute sicher ein größerer Star, als Venus damals gewesen ist. Wenn sie wirklich kommt, wäre sie ein großer Gewinn für unser Turnier." Die 23-jährige, sechsfache Grand-Slam-Siegerin wird Sonntagvormittag in Linz erwartet, aber ehe sie nicht aus dem Flugzeug steigt, wird auch Turnierdirektorin Sandra Reichel das Antreten mit Vorbehalt sehen. Immerhin hatte Serena auch in den vergangenen zwei Jahren in Linz genannt, dann aber noch abgesagt.

Kommt Venus rückt Serena in weite Ferne
Und ob sich vor dem Züricher Viertelfinal-Duell Venus Williams gegen Maria Scharapowa (15.30 Uhr) noch eine der beiden Damen für Linz entscheiden würde, war ebenso fraglich. Sollte Serena tatsächlich nach Linz kommen, ist allerdings ein Kommen von Venus unwahrscheinlich. Die beiden Williams-Geschwister meiden ja interne Konkurrenz, abgesehen von Major-Turnieren. (apa)

24.10.2004 14:07