Fünf bis sechs Monate Pause für Barbara Schwarz: Linz-Turnier und Fed Cup vorbei
- Operation an rechter Achillessehne ist notwendig
- "Ich mag jetzt hingefallen sein, aber stehe wieder auf!"
·Tennis: Schwartz bangt um Fed Cup
25-Jährige laboriert an Achillessehnen-Verletzung
·Fed-Cup: ÖTV-Ladys
treffen auf Russland
Kapitän Tesar: "Russland stärkstes Team der Welt"
·Fed Cup: Final-Four
nicht in Graz
Wie im letzten Jahr findet Finalrunde in Moskau statt
·Tennis: Myskina & Kusnetsowa in Linz!
Generali Ladies mit zwei Grand-Slam-Siegerinnen!
Hiobsbotschaft für Österreichs Damen-Tennis: Barbara Schwartz musste sich am Freitag neuerlich einer Operation unterziehen, und fällt sowohl für das am Montag beginnende Generali Ladies Linz als auch für das Fed-Cup-Halbfinale Russland - Österreich in Moskau (24./25. November) aus. Die 25-jährige Niederösterreicherin wollte sich im Laufe des Freitag beim langjährigen Team-Arzt der Wiener Austria, Dr. Alexander Kmen, in Döbling an der rechten Achillessehne operieren lassen. Schwartz wird erst in fünf bis sechs Monaten wieder voll einsatzfähig sein.
"Ich mag vielleicht jetzt hingefallen sein, aber ich stehe wieder auf!", meinte Schwartz in einer der APA übermittelten E-mail. Ihren auf dem Tenniscourt fast schon sprichwörtlichen Kampfgeist will sie auch in dieser Situation anwenden. "Auch wenn mich viele Leute jetzt möglicherweise bereits abschreiben, kann ich nur eines sagen: Ich werde weiter kämpfen und wieder zurückkommen." Schwartz hatte versucht, die Operation zu vermeiden und mit zuletzt acht Wochen "Therapien, Geduld und hartem Training" für Linz und Moskau fit zu werden. Doch die Schmerzen waren bei einem letzten Test am Donnerstag einfach immer noch zu stark.
Nach sechs Operattionen am Arm nun Verletzung am Bein
Damit geht die beinahe unglaubliche Verletzungsserie der früheren French-Open-Viertelfinalistin, deren Karriere vor fünf Jahren so vielversprechend ausgesehen hat, weiter. Nach drei Operationen am Ellbogen sowie drei am Handgelenk und diversen anderen Rückschlägen muss sie sich nun dem Eingriff an der Achillessehne unterziehen. Schlimm ist für die Niederösterreicherin vor allem, dass sie - wie schon vor zwei Jahren - dem österreichischen Fed-Cup-Team erneut im Halbfinale nicht zur Verfügung stehen kann.
Tesar: "Das ist sehr bitter"
"Das ist sehr bitter. Sie hat im Fed Cup immer tolle Leistungen gebracht. Mit dem Ausfall sind unsere Chancen gegen Russland natürlich noch weiter gesunken", erklärte ÖTV-Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar am Freitag gegenüber der APA. 2002 hatte hauptsächlich Schwartz mit ihren Sensationssiegen über Monica Seles und Meghann Shaughnessy den späteren Halbfinaleinzug möglich gemacht, auch damals musste sie wegen einer Verletzung passen.
Der operierende Arzt ist der seit 20 Jahren auch bei der Wiener Austria tätige Dr. Alexander Kmen. "Es handelt sich um einen Teilriss der Achillessehne. Da Sehnen keine eigene Durchblutung haben, ist die Heilung um ein Vielfaches langsamer", erläuterte Kmen die nötige lange Wettkampf-Pause.
"Entschuldige mich, dass ich nicht dabei sein kann"
Schwartz dachte trotzdem an ihre Kolleginnen. "Ich wünsche dem Fed-Cup-Team alles Gute und entschuldige mich, dass ich nicht dabei sein kann, um meine hundert Prozent beizutragen."
Besonders bitter für die Niederösterreicherin ist auch, dass sie ihr "protected ranking" bei der WTA nun völlig verliert. Sie hätte eigentlich noch drei Turniere mit Berücksichtigung ihres alten Rankings spielen können, doch muss man dies erstens in einem bestimmten Zeitraum tun und zweitens bei nochmaliger Verletzung unter den Top 300 sein. Schwartz liegt derzeit auf Platz 305. "Babsi wird von Null beginnen müssen", so Fed-Cup-Kapitän Tesar mitfühlend.
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