Sebastian Deisler: Bayern München wollte Rückfall des Jungstars vertuschen!
- 24-Jährige mit erneuten psychischen Problemen
- Magath: "Man spürte, dass er nicht mehr so offen war"
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Fußball-Deutschland ist geschockt. Sebastian Deisler, einst als Supertalent und Hoffnungsträger gefeiert, hat einen neuerlichen gesundheitlichen Rückschlag erlitten. Der als labil geltende Bayern-Spieler reiste am Montag, am Vortag des Champions-League-Spiels bei Juventus Turin, wegen erneuter psychischer Probleme aus dem Mannschafts-Quartier der Münchner ab. Die Bayern-Führung zeigte sich bestürzt und überrascht. Doch ganz so überraschend dürfte der Psycho-Rückfall für den deutschen Rekordmeister nicht gekommen sein. Die Bild-Zeitung behauptet in ihrer Mittwoch-Ausgabe: "Bayern wollte alles vertuschen!"
Das auflagenstarke Boulevardblatt will erfahren haben, dass Deisler in Turin ganz normal mittrainieren, und dann eine Verletzung vortäuschen sollte. Doch da spielte der Mittelfeldspieler anscheinend nicht mit und entschloss sich erneut ganz offen mit seiner Krankheit umzugehen. Deisler hatte sich im November 2003 öffentlich zu seiner Depressionserkrankung bekannt und war anschließend mehrere Wochen in einer Münchner Klinik stationär behandelt worden.
Derzeit hält sich der 24-Jährige in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Au auf. Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie ließ sich Deisler, entgegen ursprünglicher Meldungen, noch nicht blicken. Sein behandelnder Arzt, Prof. Florian Holsboer, erklärt: "Es ist normal, dass Sebastian, wenn er unter Druck gerät, nicht spielt oder auf der Tribüne sitzt, auch Mal wieder aufflackernde Symptome zeigt." "Man spürte, dass er nicht mehr so offen war", merkte auch Trainer Felix Magath an.
Deisler kann bei der Bewältigung seiner Probleme auf die Unterstützung von DFB-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann bauen. "Wir müssen behutsam mit ihm umgehen", so Klinsmann. "Sebastian gibt das Tempo vor. Felix Magath, Uli Hoeneß und ich nehmen sein Tempo auf." Holsboer kündigte zudem an, dass sich der Mittelfeldstratege einer Verhaltenstherapie unterziehen wird.(red)
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