Letzte Chance für Kerry: Herausforderer kann in umkämpften Staaten zulegen
- In zwei wahlentscheidenden Staaten hat er Nase vorne
- In Florida konnte Demokrat Präsident Bush überholen
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Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl liefern sich Amtsinhaber Bush und sein Herausforderer Kerry in den Meinungsumfragen weiter ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen. In zwei der Staaten, in denen es beim Urnengang am 2. November besonders knapp zugehen dürfte und die vermutlich wahlentscheidend sein werden, konnte Kerry jetzt zulegen und in jüngsten Erhebungen einen leichten Vorsprung herausholen.
In Florida kommt Kerry derzeit auf 45 und Bush auf 44 Prozent, wie aus einer Umfrage der Universität von Nordflorida hervorgeht. Die Umfrage vom 10. bis 15. Oktober hat einen Unsicherheitsfaktor von vier Prozent. In einer ABC-Umfrage in Ohio führt Kerry mit 50 Prozent vor Bush mit 47 Prozent, der mögliche Fehlerquotient der Erhebung vom 14. bis 17. Oktober liegt bei 3,5 Prozent.
Kerry übte indessen scharfe Kritik an Bush wegen der mangelnden Versorgung der USA mit Grippeschutz-Impfstoff. "Wenn Sie nicht einmal Grippe-Impfstoff für die Amerikaner besorgen können, wie wollen Sie die Leute dann vor Bioterrorismus schützen", sagte Kerry am Dienstag in einem Rundfunkinterview an die Adresse Bushs gewandt und warf der Regierung eine verfehlte Gesundheitspolitik vor.
Bush wies in einer Rede vor Senioren in Florida die Kritik zurück und betonte, seine Regierung tue alles, damit die älteren Amerikaner und die Kinder ihre Grippe-Impfungen bekämen.
Der Engpass bei Grippeschutz-Impfstoff in den USA entstand wegen Produktionsschwierigkeiten beim britischen Hersteller Chiron Corp. Die britischen Behörden hatten das Werk des Unternehmens in Liverpool wegen Verunreinigung geschlossen.
(apa/red)
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