Verwirrende Umfragen vor US-Wahl: Vorsprung für Bush oder Gleichstand?
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Umfragen sind fragwürdig, Presse liefert falsches Bild
Wieder einmal bieten die Umfragen vor den US-Präsidentschaftswahlen ein völlig uneinheitliches Bild: Während laut einer USAToday/CNN/Gallup-Umfrage Präsident George W. Bush einen Vorsprung von acht Prozentpunkten auf Herausforderer John Kerry hat, sehen am gleichen Tag veröffentlichte Daten von Reuters einen 45:45-Gleichstand.
Möglicherweise wird das Abschneiden des unabhängigen Kandidaten Ralph Nader wie bereits vor vier Jahren eine wichtige Rolle bei der Wahl spielen. In der aktuellen Reuters/Zogby-Umfrage kann er mit einem Prozent der Stimmen rechnen. Aus dem Lager der US-Demokraten wird ihm bis heute vorgeworfen, mit seinen Stimmen einen Wahlsieg Gores verhindert zu haben.
Bei der Wahl am 2. November wird wie bereits vor vier Jahren ein knapper Ausgang erwartet. Damals hatte Bush gegen den früheren Vizepräsidenten Al Gore durch einen Vorsprung von nur 537 Stimmen in dem entscheidenden BUS-Staat Florida die Wahl gewonnen.
Da die Wähler in den USA nicht direkt den Präsidenten wählen, sondern über die Wahlmänner der einzelnen US-Staaten führt ein landesweiter Vorsprung bei den Gesamtstimmen nicht zwangsläufig zum Wahlsieg. Gore hatte im Jahr 2000 landesweit mehr Stimmen erhalten als Bush, jedoch nicht die Mehrheit der je nach der Bevölkerungsgröße der US-Staaten vergebenen Wahlmännerstimmen für sich gewinnen können.
(apa/red)
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