Sonntag, 24. Oktober 2004

Nach sechs Monaten wieder auf der Erde: Die ISS-Besatzung ist sicher gelandet!

  • Keine Probleme bei Rückkehr mit Sojus-Kapsel

Mit einer Punktlandung der russischen Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe sind am Sonntag die Astronauten der neunten Langzeitbesatzung von der Internationalen Raumstation zur Erde zurückgekehrt. "Die Landung entsprach dieses Mal so exakt wie nie zuvor den Berechnungen", sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow.

Seit dem Absturz der US-Raumfähre "Columbia" vor fast zwei Jahren kann die ISS nur mit russischen Sojus-Raumschiffen sowie Transportern angeflogen werden. Die US-Weltraumbehörde NASA stellte eine Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge für Mitte 2005 in Aussicht.

"Wir arbeiten derzeit daran, dass die zehnte Langzeitbesatzung mit einem Space-Shuttle zurückkehren kann. Der Start ist für Mai oder Juni 2005 geplant", teilte der NASA-Direktor Sean O'Keefe im Raumfahrtzentrum bei Moskau mit. Seit dem Absturz der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003, bei dem alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen, ruht das Shuttle-Programm der USA.

Nach einem halben Jahr im All kehrte die neunte Langzeitbesatzung am Sonntagmorgen wohlbehalten zur Erde zurück. Die Sojus-Kapsel landete mit dem US-Astronaut Mike Fincke und dessen russischem Kollegen Gennadi Padalka etwa 80 Kilometer von der kasachischen Stadt Arkalyk entfernt. Mit der Langzeitbesatzung beendete auch der russische Kosmonaut Juri Schargin seinen einwöchigen Forschungsaufenthalt im Weltraum.

Während ihres Aufenthalts im All hatten Fincke und Padalka unter anderem mehrmals Außenarbeiten an der Station vorgenommen. Im September sorgte der Ausfall eines Sauerstoffgenerators vorübergehend für Probleme an Bord. Auch bei der Ankunft der neuen Langzeitbesatzung auf der ISS vor einer Woche hatte es Schwierigkeiten gegeben.

(apa)

24.10.2004 12:08