Europas Gesundheitsminister sind voller Gift: 55 Chemikalien in Politker-Blut entdeckt
- WWF: Substanzen von Bratpfannen & Pizzaverpackung
- Viele der entdeckten Stoffe bereits seit Jahren verboten
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Im Blut von Europas Umwelt- und Gesundheitsministern sind bei einer Untersuchung durch die Umweltorganisation WWF 55 verschiedene Chemikalien entdeckt worden. Durchschnittlich hatte jeder der 13 teilnehmenden Minister 37 chemische Substanzen im Blut, wie der WWF am Dienstag mitteilte. Die bei den Politikern gefundenen Rückstände chemischer Produkte stammten dabei von feuerhemmenden Möbelbeschichtungen, beschichteten Bratpfannen, fettdichten Pizzaverpackungen, Parfums und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Einige der Substanzen sind laut WWF seit Jahrzehnten verboten.
Der Chef der Kampagne, Karl Wagner, sagte, alle Minister seien belastet mit industriellen chemischen Substanzen, deren Auswirkungen weitgehend unbekannt seien. Möglicherweise hinge die Verwendung bestimmter Produkte mit Krankheiten wie Krebs oder Allergien zusammen. Die Chemieindustrie habe kaum Möglichkeiten, zu bestimmen, ob ihre Produkte langfristig schädlich seien. Für die WWF-Aktion hatten sich bei einer internationalen Gesundheitskonferenz im Juni in Budapest unter anderem Minister aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Finnland, Ungarn und Estland freiwillig Blut abnehmen lassen. Am geringsten belastet war das Blut der schwedischen Umweltministerin Lena Sommerstad und des Esten Olavi Tammemae.
Mit der Aktion will die Umweltorganisation nach eigenen Angaben Druck auf die EU ausüben, die seit Monaten über eine Reglementierung möglicherweise schädlicher Chemikalien diskutiert.
(apa)
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