USA wollen Zarqawi töten: Bombardement vermuteter Einrichtungen des Terroristen
- Australien verlegt Botschaft in sogenannte "Grüne Zone"
- Ex-Vizepräsident Gore kritisiert Irak-Politik George Bush's
·Zarqawis Gruppe unterstützt Osama!
Extremisten schwören bin Laden & El Kaida die Treue
·Irak: Mehrere Tote durch neuen Terror
Polizisten wiederholt das Ziel irakischer Extremisten
·Keine britischen Soldaten nach Falluja
London: US-Wunsch nach erweitertem Einsatz geprüft
Die US-Armee hat in der Nacht auf Dienstag nach Angaben von Augenzeugen Ziele in vier Stadtvierteln der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falluja bombardiert. Die US- Armee sprach von Luftangriffen auf Waffenlager und Verstecke der Terrorgruppe von Abu Mussab al Zarqawi. Angaben über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.
"Mehrere Folgeexplosionen (in Falluja) deuten darauf hin, dass in den Häusern eine große Menge Sprengstoff oder Munition gelagert wurde", hieß es in einer Mitteilung der US-Armee. Zarqawi sei derzeit dabei, die Führungsspitze seiner Gruppe neu zu organisieren, nachdem die US-Armee mehrere Anführer getötet habe.
In der Nacht ließ die US-Armee den Polizeichef von Falluja, Sabar al Janabi, nach drei Tagen frei. Dieser erklärte, er kenne den Grund für seine Festnahme nicht. "Vor allem, da ich mich drei Mal pro Woche mit der US-Militärführung getroffen habe, verstehe ich das nicht", sagte er. Zuvor war auf der Internet-Seite der irakischen Extremistengruppe Ansar al Sunna eine Erklärung aufgetaucht, in der sich die Gruppe zu der Ermordung von neun Polizisten in Latifiya am Sonntag bekannte. Außerdem berichtete sie über ein fehlgeschlagenes Attentat auf Ministerpräsident Iyad Allawi am vergangenen Sonntag in Bagdad.
Ein Anschlag auf eine Ölleitung im Nordirak hat unterdessen den irakischen Öl-Export über den türkischen Hafen Ceyhan unterbrochen. Das berichtete ein Angestellter der staatlichen Ölgesellschaft in Beji. In der Nähe der rund 220 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Ortschaft Beji habe sich am Morgen eine große Explosion an der Pipeline ereignet, die von den Ölfeldern um Kirkuk bis in die Türkei reicht. Die Feuerwehr bemühte sich am Vormittag, das Feuer an der Ölleitung unter Kontrolle zu bringen.
Gore-Kritik an Irak-Politik
Der frühere US-Vizepräsident Al Gore warf Bush vor, die amerikanische Öffentlichkeit absichtlich über die Gründe für den Irak-Krieg getäuscht zu haben. Bush sei so in seiner Ideologie gefangen, dass er seine Fehler nicht zugebe und auch nicht aus ihnen lerne, sagte Gore am Montag in einer Rede an der Georgetown Universität in Washington. "Das ist jenseits der Grenze von Inkompetenz. Das ist Rücksichtslosigkeit, die die Sicherheit des amerikanischen Volkes aufs Spiel setzt." Der demokratische Politiker war bei der Wahl vor vier Jahren Bush ganz knapp unterlegen.(apa)
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