"profil": 40 neue Dienstwägen für die Regierung - Republik schafft Fuhrpark an
- Minister & Staatssekretäre bekommen neuen Audi A 8
- SPÖ empört: Parlamentarische Anfrage angekündigt
Die Bundesregierung erhält neue Dienstwägen, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". In Hinkunft werden alle Minister und Staatssekretäre im selben Auto sitzen: in einem Audi A 8 3.0 TDI quattro ("mit Dieselpartikelfilter und Allrad inklusive"). Listenpreis: 72.520 Euro.
Da die Regierung einen ganzen Fuhrpark anschafft - rund 40 Fahrzeuge sollen laut Porsche GesmbH in den kommenden vier Jahren an die Republik geliefert werden - hat man einen Sonderrrabbat erhalten: So beläuft sich der tatsächliche Kaufpreis pro Audi A 8 auf 51.392,40 Euro.
Abgewickelt wurde die Bestellung über die Bundesbeschaffungs- GesmbH. Der Auftrag wurde ausgeschrieben, als Sieger unter mehreren Bewerbern - darunter auch Mercedes und BMW - ging die Porsche Austria GesmbH hervor. Die Regierungsmitglieder werden nun stufenweise auf die neuen Limousinen umsteigen. Als Richtlinie gilt: Dienstwägen, die älter als drei Jahre alt sind oder 180.000 Kilometer hinter sich gebracht haben, dürfen getauscht werden.
Empörung regt sich bei der SPÖ. "Bei den Pensionen wird gekürzt - die Regierung aber leistet sich einen neuen Fuhrpark an Luxusautos", so SPÖ-Rechnungshofsprecher Kräuter am Sonntag. "Ausgerechnet Finanzminister Grasser, der schon vor einiger Zeit eine neue Nobelkarosse angeschafft hat, ist hier mit denkbar schlechtem Beispiel vorangegangen; die übrigen Regierungsmitglieder wollten hier offenbar nicht nachstehen", so der SPÖ-Abgeordnete.
Kräuter kündigte eine parlamentarische Anfrage an jeden Minister zum Thema Dienstwägen an. Kräuter befürchtet aber auch einen ganz anderen Aspekt bei dieser Sache: "Wer weiß, vielleicht sollen die 40 Audis später einmal als Gegengeschäfte für die Eurofighter- Beschaffung angerechnet werden."
(apa)
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