"Rollende Bombe" aus Verkehr gezogen: Sprengstoff in Lkw fast nicht gesichert
- Hoch explosives Material mit dünnen Bändern befestigt
- Bei Unfall hätte sich große Explosion ereignen können
Ein "rollende Bombe" wurde in der Nacht auf Samstag auf der Innkreisautobahn (A8) aus dem Verkehr gezogen. Der mit Sprengstoff beladene Lkw, dessen Fracht nur unzureichend mit dünnen Bändern im Laderaum gesichert war, ist in Kematen am Innbach (Bezirkieskirchen) in Oberösterreich gestoppt worden.
Der ungarische Lkw-Fahrer und ein Kollege waren von Schweden kommend Richtung Ungarn unterwegs. Am Autobahnparkplatz Kematen wurde der Lkw im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle überprüft. Dabei bemerkten die Gendarmen, dass die brisante Ladung zwar legal, aber völlig unzureichend gesichert war, so Klaus Decker vom Landesgendarmeriekommando. Der hoch explosive Sprengstoff war lediglich auf Paletten geschlichtet und mit dünnen Bändern befestigt.
Bei einem Unfall wäre es mit der ungesicherten Ladung leicht zu einer Explosion gekommen, so Decker. Laut Frachtpapieren sei bei einer Explosion ein Radius von zwei Kilometern betroffen. Die beiden Lkw-Fahrer zeigten kein Verständnis für die Kontrolle. Ihrer Meinung nach sei die Ladung korrekt gesichert gewesen, so Decker. Die beiden mussten eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro hinterlegen. Eine Weiterfahrt wurde nur mit entsprechender Sicherung der Ladung erlaubt.
(apa/red)
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