Freitag, 22. Oktober 2004

Nach Seilbahnunglück in OÖ: 'Fehlzustand'
bei Befestigung der Gondel festgestellt

  • Sachverständiger legte den ersten Zwischenbericht vor
  • Weitere Untersuchungen sind geplant. Plus: Die Bilder

Nach dem Seilbahnunglück, bei dem vergangenes Wochenende in Gmunden zwei Menschen verletzt worden sind, liegt jetzt ein erster Zwischenbericht des Sachverständigen vor. Demnach sei ein "Fehlzustand" bei der Befestigung der Gondel am Zugseil vorgelegen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Wels in einer Presseaussendung am Freitag mit.

Wodurch der Fehler ausgelöst wurde, sei Gegenstand weiterer Untersuchungen, hieß es. Gewisse Sicherheitseinrichtungen hätten den Zustand nicht erkannt und seien mangelhaft gewesen.

Das folgenschwere Unglück hatte sich am Samstag kurz nach 13.00 Uhr ereignet: Eine leere Gondel der Grünberg-Seilbahn in Gmunden sprang bei der Bergfahrt aus ihrer Verankerung. Sie rutschte 150 Meter zurück und krachte gegen den nachfolgenden Waggon, in dem eine 57-jährige Frau und ihre Enkelin saßen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Mädchen aus einem Fenster acht Meter in die Tiefe geschleudert. Das Kind schlug auf einem Parkplatz auf und wurde lebensgefährlich verletzt. Seine Großmutter erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. (apa/red)

22.10.2004 11:34