"Gefestigtes Nationalbewusstsein: 76 Prozent sehen Österreich als Nation!
- Entstehung auf Beginn der Zweiten Republik datiert
- Nation wird nicht über Zugehörigkeit zu Sprache definiert
Für die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist ihr Heimatland eine Nation. Seit den achtziger Jahren könne von einem "gefestigten österreichischen Nationalbewusstsein" gesprochen werden, so die Meinungsforscher des Fessel-Instituts. Zwei Drittel der Befragten siedeln die Entstehung der Nation Österreich am Beginn der Zweiten Republik an.
76 Prozent der Österreicher sagen, dass "die Österreicher eine Nation sind". Im Vorjahr vertraten diese Meinung 75 Prozent. 1964 waren hingegen nur 47 Prozent dieser Meinung. 16 Prozent sind der Ansicht, dass "die Österreicher beginnen, sich als Nation zu fühlen". Die definitive Ablehnung der österreichischen Nation sei auf "eher unbedeutende Randgruppen" beschränkt, meinen die Forscher.
Untersucht wurde auch die Einschätzung der Österreicher, wann sie die Entstehung Österreichs als Nation ansiedeln. 1965 waren es noch 38 Prozent, die die Nationswerdung in die Monarchie bzw. in die Erste Republik verlagerten. Nun siedeln 65 Prozent der Befragten die Entstehung Österreichs erst zwischen 1945 und 1955 bzw. am Beginn der Zweiten Republik an.
"Nation wird von den Österreichern kaum über die Zugehörigkeit zu einer sprachlichen Gemeinschaft definiert, sondern durch die Zugehörigkeit zu einem staatlich-politischen Gemeinwesen," meint Peter Ulram vom Fessel-Institut. Nur 15 Prozent sind der Meinung, dass die Nation auf einer gemeinsamen Sprache beruhe, egal ob diese Menschen in einem oder mehreren Staaten leben. (apa)
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