Mittwoch, 27. Oktober 2004

Totale Mondfinsternis: Heute gibt's wieder
ein Naturschauspiel zu bewundern!

  • Ab 3 Uhr verdunkelt Erde unseren "Nachbarn"!
  • Schlechtes Wetter: Es wird nicht viel zu sehen sein

In der Vollmondnacht auf den 28. Oktober kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Der Erdtrabant beginnt sich kurz vor 3.00 Uhr zu verdunkeln, um halb fünf taucht er dann völlig in den Erdschatten und ist nur noch als kupferrote Scheibe am Nachhimmel zu sehen. Das Spektakel ist - freie Sicht vorausgesetzt - fast vollständig zu sehen.

Sowohl die Erde als auch der Mond werfen lange konische Schatten in den Weltraum. Tritt einer in den Schatten des anderen, sind bei entsprechend günstiger Position auf der Erde Finsternisse zu beobachten. Gerät dabei die Erde in den Schatten des Mondes, verfinstert sich kurzfristig die Sonne, umgekehrt sehen wir eine Mondfinsternis. Im Durchschnitt sind laut Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien jährlich zwei bis drei, maximal aber fünf, Mondfinsternisse zu beobachten.

Dass der Mond während der totalen Finsternis nicht völlig von der Bildfläche verschwindet, liegt - so seltsam es klingt - an der Erdatmosphäre. Durch die Lufthülle schummelt sich nämlich Sonnenlicht als so genanntes Streulicht in den Erdschatten. Das bisschen Helligkeit reicht aus, um den Mond noch sehen zu können.

Die Verdunkelung beginnt um 2.52 Uhr am linken Mondrand sichtbar zu werden. Um 3.15 tritt der Mond dann in den Kernschatten der Erde, um ab 4.24 völlig darin zu verschwinden. Ab 5.44 Uhr erhält die kupferrote Scheibe dann langsam ihr übliche Erscheinung zurück, die Freisicht endet um 7.16 Uhr. Sonnenaufgang ist an diesem Tag laut Mucke um 7.34 Uhr.

Von Mondfinsternis wird nicht viel zu sehen sein
Die Mondfinsternis, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu sehen sein sollte, wird sich eher nicht vor den Augen der Österreicher abspielen. Vor allem den Wienern wird sie - überschattet von zahlreichen Wolken- und Nebelfeldern - verborgen bleiben.

Wer sich das nicht alltägliche astronomische Spektakel nicht entgehen lassen will, sollte sich in Richtung Alpennordseite und am ehesten in die Gegenden um Innsbruck, Salzburg oder Linz begeben, raten Experten von der Hohen Warte in Wien. (apa)

27.10.2004 16:47