Zwischenfall bei Katzavs Mauthausen-Flug: Maschine auf Kollisionskurs
- Sportflugzeug dreht erst kurz vor Warnschüssen ab
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Kurzfristig die Luft weg blieb wahrscheinlich allen Beteiligten am Mittwoch auf dem Flug des israelischen Präsidenten Moshe Katzav von Wien nach Mauthausen: Beim Anflug des Hubschrauber-Verbandes auf das ehemalige Konzentrationslager in Oberösterreich meldete die Radarüberwachung plötzlich ein unbekanntes Flugobjekt auf Kollisionskurs.
Wie der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Erich Wolf, am Donnerstag im Gespräch mit der APA berichtete, machten sich sofort zwei zum Schutz des Hubschrauberverbandes eingesetzte Heeresflugzeuge vom Typ Saab 105Ö auf den Weg, um die Situation auszukundschaften. Wie es sich herausstellte, handelte es sich bei dem Objekt um ein Sportflugzeug, das von Wiener Neustadt aus gestartet war und dessen Pilot ganz offensichtlich nicht in Kenntnis der Sperre des Luftraums für den israelischen Staatsgast war. Unglücklicherweise, so Wolf, kannte der Pilot aber auch die grundlegenden Regeln für ein solches Zusammentreffen nicht und reagierte folglich nicht auf die Signale seinen Kurs zu ändern.
Als man ihm daraufhin auch noch zwei Abfangjäger vom Typ Draken auf den Hals hetzte, wurde dem Mann aber offenbar doch angst und bang: "Er hat daraufhin über eine zivile Funkfrequenz bei seiner Leitstelle nachgefragt: 'Ich habe zwei Düsenjäger an meiner Seite. Was ist da los, was soll ich tun?'" Als ihm dann aber unmissverständlich klar gemacht worden sei, in welche Situation er sich begeben hatte, drehte der Mann laut Wolf endlich ab. "Der nächste Schritt unserer Abwehrmaßnahmen wäre ansonsten das Abgeben von Warnschüssen parallel zur Flugrichtung gewesen", meinte der österreichische Luftwaffenkommandant. Schließlich hätte es sich bei dem Sportflugzeug auch um ein getarntes Selbstmordkommando handeln können.
Ob der Pilot nun mit weiteren Konsequenzen zu rechnen hat, konnte Wolf nicht beurteilen. Das Bundesheer wird den Sachverhalt jedenfalls an die zivilen Behörden weiterleiten. (apa/red)
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