Tödliche Messerstiche gegen Opa in Salzburg: Verdächtiger spricht von Notwehr
- Obduktion des Großvaters am Donnerstagvormittag
- Erste Vermutungen gehen von Geld als Grund aus
·Messerstecherei in Salzburg: Ein Toter
Streit zwischen Großvater und Enkelsohn eskalierte
Kaum neue Erkenntnisse hat die Salzburger Gendarmerie am Donnerstag nach der tödlichen Messerstecherei am Mittwoch in Elsbethen. Die Obduktion der Leiche des 53-jährigen Serben wird am Vormittag erfolgen, eine Vernehmung des 17-jährigen Tatverdächtigen, der Enkelsohn des Toten, werde im Anschluss daran erfolgen, sagte der interimistische Leiter der Kriminalabteilung, Karl Wochermayr.
"Das ist eine schwierige Sache", so der Kriminalist, weil es abgesehen vom Verdächtigen keine unmittelbaren Zeugen der Tat gegeben habe. Außerdem handle es sich beim mutmaßlichen Täter um einen Jugendlichen. Der Serbe lebte in der Stadt Salzburg und war nach eigenen Angaben arbeitslos. In einer ersten Befragung am Tatort schilderte er am Mittwoch, er habe sich gegen Messerangriffe seines Großvaters wehren wollen und sei dabei an den Händen verletzt worden. Danach habe er mit dem Messer auf den Großvater eingestochen. Ob diese Angaben stimmen, sei der "Kernpunkt der Ermittlungen", so Wochermayr.
Am Tatort wurde ein etwa 30 Zentimeter langes Küchenmesser gefunden. Ob der Jugendliche dieses mitgebracht hat oder ob es sich am Tatort befunden hatte, war vorerst nicht klar. Über die Art der Verletzungen des Opfers konnte der Kriminalist noch keine genauen Angaben machen.
Zu der Auseinandersetzung war es am Mittwoch etwa um 16.15 Uhr am Firmengelände eines Metall verarbeitenden Betriebes in Elsbethen bei Salzburg gekommen. Der Jugendliche hatte seinen Großvater, der dort beschäftigt war, aufgesucht. Dabei ist es zum tödlichen Streit gekommen. Ein Zeuge hatte den Streit gehört und die Gendarmerie alarmiert, nachdem er die Leiche entdeckt hatte. Als ein Beamter am Tatort eintraf, wollte der 17-Jährige gerade mit dem Auto des Großvaters flüchten. Der Gendarm zwang ihn mit vorgehaltener Waffe zum Anhalten und Aussteigen. Seine blutverschmierten Hände verrieten ihn. Das Motiv für die tödliche Auseinandersetzung ist noch nicht bekannt, möglicherweise war es ein Streit um Geld. (apa)
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