Dienstag, 9. November 2004

Supercool: Colani-“Pool” bei Design-Auktion am 9. November im Wr. Dorotheum!

  • 'Pool' ist unkonventionelles Sofa vom Kult-Designer
  • Auch unter Hammer: Bauhaus-Stuhl, Regalentwürfe etc.

Vom Bauhaus-Stuhl bis zum Regalentwurf von 1996: Am 9. November dreht sich im Wiener Dorotheum alles um Designerstücke des 20. Jahrhunderts. Highlight der Auktion: Colanis "Pool"-Landschaft von 1970 (Bild). Schätzwert: Euro 15.000. Günstigere Exponate ab Euro 500.

Pool-Springen der anderen Art verspricht die Design-Auktion des Wiener Dorotheum am 9. November 2004. Eines der „schrägsten“ wie aus heutiger Sicht wieder hochaktuellen Offerte dieser bedeutenden Versteigerung ist Pool, eine unkonventionelle Sitzlandschaft von Luigi Colani, dem Design-Allrounder mit dem Hang zur geschwungenen Linie.

Luigi Colani Sitzlandschaft
Der Meister selbst über seine 1970/71 für Rosenthal Studio-Linie entworfene, individuell zusammenstellbaren Sitzlandschaft aus Vollpolster, Kern aus Polyätherschaum: „Die burgartig aus Einzelelementen zusammengesetzte Wohnmulde erlaubt unkonventionelles Miteinander in jeder Lage: niedriges Sitzen mit ausgestreckten Beinen, Langliegen oder Füßehochlegen“. Die Firma Rosenthal bezeichnete dies in einem Werbeprospekt der 70er Jahre als die „Horizontale Bequemlichkeit für die ganze Familie“ Und weiter: „Pool ist der häusliche Ausgleich für die Sandburg am Strand, das Picknick auf der Wiese, das vergnügte Lagern um ein Grillfeuer.“

Das Pool-Prinzip funktioniert nach dem Baukastensystem: Randelemente, Eckelemente, Flachelemente sowie Stützpolster, Kopfstützen und Rückentaschen (für Zeitungen) machen das Wohn-Becken perfekt - je nach Wunsch. Pool-Möbel waren auch dafür gedacht, in den Boden eingelassen zu werden, sodass tatsächlich der Eindruck eines Sitzlandschafts-Beckens entstand: Eine Idee von futuristischem James-Bond-Feeling für’s Eigenheim…

Die seltene, 16-teilige Version, die das Dorotheum offeriert, ist in knalligem Orangerot, 3,3 mal 3,3 Meter groß und zusätzlich mit zwei weißen, bei Pool obligatorischen „Tisch-Schlitten“ aus Kunststoff ausgestattet. Pool-Springen wäre ab einem Schätzwert zwischen 15.000 und 18.000 Euro möglich.

Auktion: DESIGN, 9. November 2004, Beginn: 17.00 Uhr
Besichtigung: ab 2. November 2004
Ort: PALAIS DOROTHEUM, Wien 1, Dorotheergasse 17



9.11.2004 16:47