Montag, 11. Oktober 2004

Franzosen sind mit 137 Mal Sex pro Jahr wieder Weltmeister, Griechen auf Rang 2

  • Österreicher sind mit 104 Akten über dem Durchschnitt
  • Tote Hose in Japan: nur 46 Mal im Jahr wird gepoppt

Die Franzosen haben den Titel Sex-Weltmeister zurück erobert: Mit 137 Mal Sex im Jahr haben sie die Ungarn (131) - die Überraschungssieger vom vergangenen Jahr - vom Thron gestoßen und liegen damit weit über dem weltweiten Durchschnitt von 103 Mal jährlich. Die Österreicher liegen mit 104 Mal knapp darüber.

Zu diesem Ergebnis kommt der "Global Sex Survey 2004", die weltgrößte Sexualstudie des Kondomherstellers "Durex", in der mehr als 350.000 Menschen aus insgesamt 41 Ländern ihre sexuellen Einstellung und Verhaltensweisen enthüllten, darunter 7.278 Österreicher.

Tote Hose in Japan
Im achten Jahr hat die internationale Umfrage somit einen neuen Teilnehmerrekord erreicht. Neu dabei sind in diesem Jahr Brasilien, Griechenland, Irland, Israel, Japan, Mazedonien, Schweiz und Slowenien. Als Newcomer bei der Durex-Studie holten sich die Griechen gleich die Silbermedaille (133 Mal) vor Serbien-Montenegro und Ungarn (beide 131 Mal). Sexuelle Müdigkeit herrscht vor allem in Fernost. Die Japaner bringen es gerade auf 46 Liebesakte pro Jahr.

Briten schätzen ausgedehntes Vorspiel
Die Dauer des Vorspiels liegt weltweit bei rund 20 Minuten. Am meisten Zeit zum Anheizen nehmen sich die Briten (22,5 Minuten) und die Deutschen (22,2 Minuten). Österreich liegt mit 21,1 Minuten auch noch im Spitzenfeld. In Thailand geht es durchschnittlich bereits nach 11,5 Minuten zur Sache.

Chinesen sind Casanovas
Bei der Partnerwahl scheint durchaus Abwechslung geboten zu sein: Weltweit werden durchschnittlich 10,5 Mal die Sexpartner gewechselt. Am meisten Liebespartner haben die Chinesen (19,3), gefolgt von Brasilianern (15,2) und Japanern (12,5). Mit 8,2 Sexpartner liegen die Österreicher knapp unter dem Durchschnitt.

Blümchensex ist out
Zwei Drittel der Weltbevölkerung experimentiert beim Sex. Heute gehen Liebende in aller Welt offener mit ihren sexuellen Wünschen und Fantasien um. In österreichischen Schlafzimmern kommen dabei am häufigsten Augenbinden oder Handschellen zum Einsatz (42 Prozent), von einem Pornofilm lässt man sich aber auch gerne inspirieren (40 Prozent). Verkleidungsspielchen a la Krankenschwester mögen die Österreicher eher weniger (sieben Prozent). Allerdings gibt es länderspezifische Vorlieben: Beim Filmen und Fotografieren sind Dänen (30 Prozent) und Briten führend (29 Prozent), während die Nordeuropäer besonders offen für Sex-Spielzeuge sind. Zudem besitzt weltweit jede Vierte einen Vibrator; in Österreich jede Dritte.

Frauen kommen zu kurz
Trotz aller Offenheit und Experimentierfreude: Zwei Drittel der Befragten haben nicht bei jedem Geschlechtsverkehr einen Höhepunkt. Frauen kommen seltener als Männer: Nur 17 Prozent der Damen haben immer einen Orgasmus, während es bei den Herren 45 Prozent sind.

Bronze bei den Frühreifen
Österreich zeigte sich bei der Umfrage frühreif: Kurz nach dem 16. Geburtstag haben die meisten Mädchen bereits ihre Unschuld verloren. Im internationalen Vergleich belegt Österreich damit den dritten Platz hinter Deutschland und Island. Das berühmte "Erste Mal" wird weltweit im Durchschnitt mit 17,7 Jahren erlebt. (APA/red)

11.10.2004 17:47