Samstag, 16. Oktober 2004

Pack die Handynummer ein: Jetzt geht's los mit der Rufnummernmitnahme!

  • E-MEDIA: Was der Umstieg zum neuen Provider kostet
  • PLUS: Sieben Wechseltipps - das sollten Sie beachten

Jetzt startet auch in Österreich das Zeitalter der mobilen Rufnummernportabilität (MNP): Wer seinen Handyprovider wechselt, kann die Telefonnummer mitnehmen - und zwar komplett mit Vorwahl. Freuen wird das vor allem die Geschäftsleute, denn für sie fällt jetzt das wichtigste Hemmnis zum Wechseln weg: Für ihre Kunden bleibt die Rufnummer erhalten.

Rekordverdächtige zweieinhalb Jahre dauerte die Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie in die österreichische Realität. Der Grund: ein zähes Ringen der Netzbetreiber um die Modalitäten, das auch schon mal vor Gericht ausgetragen wurde. Möglich wurde die Realisierung erst durch viel Druck aus Brüssel - und ein Machtwort der Regulierungsbehörde.

Fight geht weiter
Hinter den Kulissen geht der Fight um die Portierung weiter. A1, T-Mobile und ONE wollen Kunden, die sie mitsamt der Rufnummer verlassen eine so genannte Portierungsabgabe aufbrummen. Sie soll bei Vertragskunden über die letzte Telefonrechnung abgerechnet werden. T-Mobile-Sprecherin Manuela Bruck: "Das ist ein Teil unserer Investitionen in den Kunden. Die wollen wir zurück."

Abschreckende Höhen
Eigentlich kein Problem - solange "die Höhe nicht abschreckend wirkt", wie es in der Mitnahmeverordnung steht. Im Gespräch sind 35 Euro - ein Betrag, der für 3-Boss Berthold Thoma eindeutig zu hoch ist.

Wechselwillige KMUs
Aber: Kleine und mittlere Betriebe werden sich von Abgaben nicht aufhalten lassen. tele.ring- Boss Michael Krammer ortet bei diesen Unternehmen bis zu 45 % Wechselwilligkeit und rechnet damit, dass bis zu 14 % pro Jahr umsteigen. Zum Vergleich: bisher 9 Prozent Umsteiger.

Die ganze Story lesen Sie in E-MEDIA 21/2004!

16.10.2004 15:16