Siemens will zweistellige Steigerung: Erst- mals mehr als eine Mio. Handys abgesetz
- Wien ist für ganz Zentral- und Osteuropa verantwortlich
- Konzern holt heuer gegenüber der Konkurrenz auf
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Heuer sollen 620 Mio. Handys abgesetzt werden
In punkto Handyabsatz ist Siemens in ÖSterreich weiter auf Wachstumskurs. Im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 soll der Handyabsatz in Österreich zweistellig wachsen. In der gesamten von Siemens Österreich verantworteten Region Zentral- und Osteuropa soll die Zahl von 4 auf 4,9 Mio. Euro verkaufte Handys steigen.
In Österreich wurden 2003/04 erstmals mehr als 1 Mio. Handys verkauft, berichtete Siemens Österreich-Vorstand Franz Geiger. 2003/04 sei der Mobilfunkmarkt um 6 bis 7 Prozent gewachsen, Siemens hingegen um 20 Prozent, berichtete Geiger. 2004/05 erwarte man ein ähnliches Marktwachstum wie im Vorjahr, Siemens werde in Österreich bei Handys wieder zweistellig wachsen. Der Marktanteil von Siemens sei in Österreich in den ersten drei Quartalen 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von knapp 27 Prozent auf rund 30 Prozent gestiegen.
Mit 1. Oktober hat Siemens Österreich auch die Geschäftsverantwortung für vier neue Länder - Albanien, Mazedonien, Griechenland und Zypern - dazubekommen, jene für die Schweiz hingegen auf Grund des Fokus auf Südosteuropa abgegeben.
Siemens Österreich betreut 16 Länder
Den Handyabsatz in den bisher 12 von Österreich verantworteten Ländern in Zentral- und Osteuropa steigerte Siemens im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 von 3 auf mehr als 4 Mio. Handys, mit 120 Mitarbeitern wurde damit ein Umsatz von rund 430 Mio. Euro erzielt, sagte der Leiter des Handy-Kompetenzzentrums von Siemens für die Region Zentral- und Osteuropa, Josef Forer. Der Marktanteil von Siemens in den nun 16 verantworteten Ländern liege bei Handys im Schnitt bei 23 Prozent. In diesem Markt, der von 100 Mio. Einwohnern und einer Handypenetration von im Schnitt 67 Prozent geprägt sei, sei angesichts der relativ geringen Penetration mit einem "überdurchschnittlichen Wachstum" zu rechnen.
Handy-Kompetenzzentrum Wien
Mit den neuen vier Ländern habe Siemens Österreich seine "Rolle als Drehscheibe für den internationalen Mobilfunkmarkt" gestärkt, betonte Geiger. Konkret ist Siemens Österreich nun für das Geschäft von Handys und Schnurlostelefonen in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Serbien-Montenegro, Ungarn und neu für Albanien, Mazedonien, Griechenland und Zypern verantwortlich. Das im Juli 2000 gegründete Handy-Kompetenzzentrum in Wien ist das zweitgrößte der weltweit 14 Regional Headquarters von Siemens.
Marktführer in Kroatien und der Slowakei
In Kroatien und der Slowakei sei Siemens bei Handys bereits Marktführer, in weiteren acht Ländern Marktzweiter, berichtete Geiger. In Tschechien habe man 2003/04 bereits 900.000 Handys abgesetzt, nahezu so viele wie in Österreich. Gemessen an der Einwohnerzahl sei hingegen Rumänien der größte Markt, hier wurde der Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 400.000 Handys mehr als verdoppelt.
UMTS startet 2005 durch
Für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS sieht Siemens einen "breiteren Massenmarkt erst 2005", so Forer. Daher würden auch erst im nächsten Jahr neue UMTS-Handys von Siemens auf den Markt kommen. In Österreich - dem "Pionierland" für UMTS - werde UMTS allerdings erstmals bereits im heurigen Weihnachtsgeschäft eine nennenswerte Rolle spielen, meint Forer. Die Zukunft von Schnurlostelefonen sieht Forer weniger in der reinen Sprachtelefonie als vielmehr in der integrierten Form für die PC-Vernetzung und Breitband-Internet. (apa/red)
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