4 GHz-Pentium kommt doch nicht: Intel gibt das Prestigeprojekt letztendlich auf
- Konzern-Sprecher begründet: "Es gibt neue Prioritäten"
- Prozessor stößt an die Grenzen des eute Machbaren
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Intel wird doch keinen vier Gigaherz schnellen Pentium-4-Prozessor herausbringen. Es gebe neue Prioritäten, sagte ein Intel-Sprecher. "Es war keine leichte Entscheidung von den vier Gigahertz zurückzutreten, denn wir waren damit an die Öffentlichkeit gegangen", ergänzte er. "Aber aus unserer Sicht ist das die richtige Entscheidung für Intel und für unsere Kunden." Der Konzern wolle nun Ingenieure und andere Ressourcen verstärkt für die Entwicklung von Dual-Core-Chips - Chips mit zwei Mikroprozessor-Kernen einsetzen.
Intel hatte im Februar angekündigt, den Pentium-4-Prozessor mit vier Gigahertz bis zum Ende des Jahres herausbringen zu wollen. Im Juli wurde dann März 2005 als neuer Termin genannt. Intel gab keinen Grund an, warum das Projekt nun ganz aufgegeben wurde. Analysten sagten, die hohe Taktfrequenz erzeuge vermutlich zu viel Wärme und verbrauche zu viel Strom. "Die Hitze und die Menge an Energie, die man in das Teil stecken muss, geht an die Grenzen ihrer heutigen Infrastruktur", sagte Kevin Krewell vom Fachblatt "The Microprocessor Report".
Intel hat wie sein Erzrivale AMD in jüngster Zeit sein Augenmerk von einer weiteren Beschleunigung der Prozessoren hin zu weniger leicht vergleichbaren Merkmalen wie einer besseren Tauglichkeit etwa für Multimedia-Anwendungen gerichtet. (apa/red)
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