Donnerstag, 14. Oktober 2004

IT-Fusion von IBM und Wiener Städtische: Computerkonzern bekommt 200 Mitarbeiter

  • Verschmelzung bereits beim Kartellgericht angemeldet
  • IBM übernimmt Betreuung des Städtischen-Systems

Die Wiener-Städtische-Gruppe stellt nun die Weichen für ihren Wechsel in der EDV-Strategie, im Zuge dessen mit Ende dieses Jahres 200 IT-Mitarbeiter an die österreichische Tochter des IBM-Konzerns abgegeben werden. Beim Kartellgericht angemeldet wurde nun der Erwerb der EDV-Abteilungen der Wiener Städtischen Allgemeine Versicherung AG und der Donau Allgemeine Versicherung AG sowie des Großteils des Betriebes der Metropolitan Datenservice Gesellschaft m. b. H. durch die B.I.T. Blue IT-Services Ges. m. b. H., einer Tochter der IBM Österreich. Dies geht aus dem Amtsblatt zur "Wiener Zeitung" hervor.

Zum Wechsel der EDV-Strategie hatte es Mitte September geheißen, die Städtische wolle gemeinsam mit dem deutschen SAP-Konzern versicherungsspezifische Anwendungen entwickeln. Diese sollen bereits ab 2005 in Tschechien zum Einsatz kommen, spätestens ab 2010 soll dann die gesamte Gruppe inklusive aller Auslandstöchter auf diese Plattform umgestellt sein. Dadurch würden freilich die Mitarbeiter, die bisher die EDV-Eigenentwicklungen betreuten, "überflüssig". Um, wie Städtische-General Günter Geyer damals im "Kurier" sagte, ein "sich abzeichnendes Arbeitsplatzproblem" zu vermeiden, habe man aktiv eine Lösung gesucht. IBM werde in der mehrjährigen Übergangszeit die Betreuung des Städtische-Systems übernehmen.

Die Ansprüche der rund 200 Mitarbeiter würden erhalten bleiben bzw. übernommen werden, insbesondere auch jene der "definitiv Gestellten". Betroffen seien mehr als 60 Mitarbeiter der Städtischen und "eine Handvoll" von der Donau-Versicherung, der Löwenanteil kommt aus der Software-Tochter Metropolitan, die mehr als ein Drittel ihrer Belegschaft abgeben wird. (apa)

14.10.2004 16:41