Mittwoch, 13. Oktober 2004

OMV erhöht Anteile an ungarischer MOL: Aufstockung auf 10 % bringt Steuervorteile

  • Österreichischer Konzern hielt bisher rund neun Prozent
  • Noch keine Entscheidung über Langfrist-Pläne für MOL

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat seine Beteiligung am ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL von rund 9 Prozent auf 10,00 Prozent erhöht. Dies bringt der OMV steuerliche Vorteile, da ihre Beteiligung an der MOL damit die Voraussetzungen für eine internationale Schachtelbeteiligung erfüllt, wie die OMV am Mittwoch bekannt gab.

Eine Entscheidung betreffend der langfristigen OMV-Pläne für ihre MOL-Beteiligung gebe es derzeit nicht, erklärte OMV-Finanzvorstand David Davies dazu. Die MOL-Beteiligung erweise sich jedoch als "sehr profitabel", verwies Davies auf den erheblichen Kursanstieg der Aktien des ungarischen Unternehmens seit dem Erwerb durch die OMV im Jahr 2000.

Die Erhöhung des Anteils auf 10 Prozent und die Beibehaltung dieses Niveaus ermögliche der OMV nicht nur steuerliche Begünstigungen in Bezug auf erhaltene Dividenden, sondern erlaube auch eine steuerliche Optimierung bei einem etwaigen Verkauf, "sollte unsere Entscheidung in diese Richtung gehen", so Davies.

Mit einem Aktienkurs von 10.700 Forint (43,4 Euro) und einer gesamten Aktienzahl von 108,227 Mio. Stück wies die an der Budapester Börse gelistete MOL zuletzt eine Marktkapitalisierung von 1.158 Mrd. Forint (4,70 Mrd. Euro) auf.
(apa/red)

13.10.2004 09:07