Alitalia-Chef Giancarlo Cimoli: "Mächtige Lobby drängte auf Auflösung der Airline"
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Alitalia-Chef, Giancarlo Cimoli, sieht die Einigung mit den Gewerkschaften über den Rettungsplan für die marode Airline als Sieg gegen eine mächtige italienische und ausländische Lobby, die auf die Insolvenz der Fluggesellschaft gehofft hatte. "Italienische und ausländische Konkurrenten hatten gehofft, billig Flugzeuge und Routen kaufen zu können. Es ist kein Geheimnis, dass British Airways in Brüssel bis zuletzt gegen den Überbrückungskredit zur Bewältigung unserer Liquiditätskrise gedrängt hat", sagte Cimoli.
"Mit den Gewerkschaften habe ich nicht auf Erpressung, sondern auf Realismus gesetzt. 'Wenn wir uns einigen, retten wir uns, andernfalls schlittern wir in die Insolvenz', habe ich gesagt. Ich habe auf Rationalität gesetzt. Ich habe gedacht, dass niemand so verrückt sein wird, Alitalia pleite gehen zu lassen", betonte Cimoli im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Dienstag-Ausgabe).
Der Alitalia-Chef berichtete, dass der Rettungsplan, mit dem 3.700 Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, dem Unternehmen Einsparungen im Wert von 280 Mio. Euro ermöglichen werden. "Wir haben die alten Verträge gestrichen und beginnen mit einem neuen Geist. 289 Piloten werden bald in den Ruhestand treten", sagte Cimoli.
Der Alitalia-Chef berichtete, dass die Aufspaltung Alitalias in zwei Gesellschaften - "AZ Fly", die das Fluggeschäft weitgehend schuldenfrei eingehen soll, und "AZ Service", in der der Bodenbetrieb gebündelt werden soll - bald positive Resultate zeigen wird. "Az Fly wird 2006 die Gewinnschwelle erreichen und ein Jahr später Dividende ausschütten. Die neue Gesellschaft wird flexibler sein, sie wird kein Global Carrier sein, weil die Flotte dafür nicht ausreicht, doch sie wird den Binnenmarkt kontrollieren", so Cimoli. (apa)
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