Krise bei Karstadt-Quelle: Chef erwartet rasche Einigung mit Gewerkschaft ver.di
- "Sind in Sache hart, aber beide um Einigung bemüht"
- Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich nötig
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Der Vorstandsvorsitzende des angeschlagenen Warenhauskonzerns Karstadt-Quelle, Christoph Achenbach, rechnet mit einer raschen Einigung in den für die Zukunft des Konzerns entscheidenden Gesprächen mit den Arbeitnehmern. Ein Vertreter von ver.di in Bayern deutete an, dass für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten Teile von Tarifansprüchen gestundet werden könnten.
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns einigen werden", sagte Achenbach am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. "Wir sind in der Sache sehr hart, aber es ist bei beiden Seiten ein deutliches Bemühen um Einigung zu verspüren", betonte er. Achenbach unterstrich, wenn es keine Einigung gebe, stünden sowohl die angestrebte Kapitalerhöhung als auch die Kreditvergabe der Banken auf dem Spiel.
Achenbach wiederholte, zur Sanierung des Konzerns seien Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich notwendig. Der Konzernchef hatte bereits angekündigt, Karstadt-Quelle werde nicht um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen. Die Gewerkschaft ver.di setzt dagegen auf die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten. Entgegenkommen hatte die Gewerkschaft bisher nur bei übertariflichen Leistungen signalisiert.
Der bei ver.di für die Konzernbetreuung in Bayern zuständige ver.di-Vertreter Johann Rösch erklärte, ver.di werde alle Möglichkeiten nutzen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Dazu müsse sich die Arbeitgeberseite aber bewegen. Zugleich deutete er eine neue Kompromisslinie an: "Für die Sicherheit von Arbeitsplätzen, Standorten und Tarifgehalt, sehen wir die Möglichkeit, dass Teile von Tarifansprüchen gestundet werden." (apa)
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