Montag, 18. Oktober 2004

Manningers Verletzung weniger schwer-wiegend als gedacht: Nur 2 Monate Pause!

  • Sienas Vereinsärzte schließen OP der Schulter aus
  • Teamtorhüter kann in 3 Wochen mit Reha beginnen

Österreichs derzeit rekonvaleszenter Fußball-Teamtorhüter Alexander Manninger gibt sich trotz seiner beim WM-Qualifikationsspiel in Nordirland (3:3) erlittenen Schulter-Verletzung zuversichtlich. "Mit Jahresende werde ich wieder daran denken können, meinen Stammplatz bei Siena zurückzuerobern", so der 27-jährige Salzburger.

Als genau Diagnose wurde eine Subluxation des AC-Gelenkes in der linken Schulter festgestellt. "Ich hab' ehrlich gesagt keine Ahnung, wie's passiert ist, Torschütze Elliott muss mich blöd erwischt haben, dazu dürfte mein Aufprall am Boden unglücklich gewesen sein. Tatsache ist, dass das Schlüsselbein verschoben wurde und jetzt absolute Ruhe angesagt ist. Ich muss drei Wochen einen Schultergurt tragen, werde im Moment zwei Mal am Tag mit Eis behandelt, Ende der Woche werden wir dann mit Lasertherapie beginnen können", so Manninger.

Der weitere Fahrplan, wie ihn Siena-Klubarzt Dr. Andrea Causarano nach Computertomographie, Ultraschalluntersuchung und Röntgen festlegte, sieht wie folgt aus: Woche 4 - 6: Bewegungs-Therapie, ab Woche 7: leichtes Krafttraining, ab Woche 9: Training mit der Mannschaft. "Mit Jahresende werde ich wieder voll fit sein", glaubt Manninger. "Im Moment hab' ich beim Schlafen noch sehr starke Schmerzen. Aber das wird auch vergehen. Einziger positiver Aspekt der Verletzung: Jetzt hab' ich genug Zeit, mir eine ordentliche Wohnung in Siena zu suchen, im Moment wohne ich ja noch im Hotel."

Ohne den verletzten ÖFB-Teamkeeper kam sein Arbeitgeber am Sonntag gegen Fiorentina zu einem 0:0. Manninger-Ersatz Fortin hielt dabei seinen Kasten sauber, trotz des ersten Punkts im vierten Auswärtsspiel fiel Siena aber auf Rang 17 zurück.
(apa/red)

18.10.2004 16:21